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Von Dämonen und bösen Gestalten
Der schwarze Mann, oder auch Boogeyman genannt, Feuerdämonen
oder die Dämonen in uns selbst. Der Glaube an böse Geister
existiert ebenso lang wie der Glaube selbst. Eine besondere Form
des Dämons beschreibt der Fall des Exorzismus. Hier sollen
böse Geister, die von einer Person Besitz ergriffen haben,
aus dem Körper des Besessenen vertrieben werden. Was ist
wirklich dran an den Mythen um Dämonen und schwarzen Männern
die uns das Fürchten lehren?
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Nach christlicher Lehre sind
die Dämonen, oder auch unreine Geister genannt,
einst Engel gewesen, die Gott dienten. Der erstgeschaffene
Engelfürst namens Luzifer lehnte sich gegen
Gott auf, da er seine Freiheit dazu nutzen wollte,
selbst Gott zu sein. Gott sollte gestürzt werden,
damit Luzifer sich selbst auf den Thron setzen konnte
und über die Schöpfung herrschen konnte.
Luzifer nahm seine Anhänger (niedere Engel)
für diesen Plan zur Hilfe. Gott war jedoch
stärker und verbannte Luzifer mit seinen Anhängern
auf die grobstoffliche Erde. Seit dieser Zeit würden
alle Menschen auf der Welt von diesen Dämonen
unsichtbar, aber nicht "unwirkbar" verführt
und bedrängt.
Ursprünglich aber stammt das Wort vom griechischen
Daimon ab und heißt wörtlich übersetzt
"Schutzgeist" oder "Schutzengel".
Das Wort Daimon wiederum leitet sich vom griechischen
Daimonion ab, das "Schicksal" oder "Gewissen",
das den Menschen jederzeit unsichtbar begleitet.
Erst im Laufe des Mittelalters wurde das Wort
Dämon, bzw. das damit verbundene Wesen ins
Negative gestellt.
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Der Schwarze Mann
Kleinen Kindern machte man früher oft
Angst indem man ihnen erzählte, es
würde ein schwarzer Mann umgehen, der
sie heimsuchen würde, wenn sie Nachts
allein draußen umherlaufen würden
oder böse wären und nicht hören
auf das, was die Eltern ihnen sagten. Dieser
Mythos hängt sicherlich mit den Totengräbern
oder den Totensammlern zusammen, die früher
ihre Runden machten und die Toten nach Seuchen
oder Epidemien einsammelten. Sie waren meist
schwarz gekleidet, hatten entweder einen
Zylinder oder eine Kapuze auf und wirkten
wie aus einer anderen Welt und unheimlich.
Sie wurden gemieden wie die Krankheiten
selbst und kamen bald in Verruf eine Freundschaft
mit dem Tod eingegangen zu sein.
Der schwarze Mann wäre sicherlich bei
vielen von uns schon längst in Vergessenheit
geraten würden nicht immer wieder Personen
über Begegnungen mit einem schwarzen
Mann berichten. Sie sehen ihn in ihren Wohnungen
im 3. Stock oder in ihren Häusern.
Eine schwarze Gestalt nachts am Bett, am
Fenster oder im Zimmer, mit einem langen
schwarzen Umhang und einem Zylinder auf
dem Kopf. Das Gesicht ist nicht zu erkennen.
Die Gestalt macht keine Anstalten sich dem
erschrockenem Sichter zu nähern oder
ihn anzusprechen. So schnell wie die Gestalt
auftaucht, so schnell ist sie auch wieder
verschwunden. Leider ist nicht bekannt,
in welchem Zusammenhang der schwarze Mann
gesichtet wird. Es traten zumeist nach Sichtungen
weder Todesfälle auf noch geschahen
andere merkwürdige Dinge im Umfeld
des Sichters.
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Exorzismus
Der Exorzismus (exorkismós - das Hinausbeschwören)
ist in den Religionen die Praxis des "Austreibens"
von Dämonen bzw. des Teufels aus Menschen, Tieren oder
Dingen. Wenn Menschen oder Tiere als betroffen angesehen
werden, bezeichnet man sie als "besessen". Der
Exorzist tritt der religiösen Überzeugung nach
in eine direkte Kommunikation mit dem unerwünschten
Geist und sucht durch dessen Beseitigung eine Reintegration
des Besessenen herbeizuführen. Die äußerlich
erkennbare Form des Exorzismus variiert, kulturbedingt,
vom intellektuellen Dialog bis zum Tanz im Trancezustand,
sollte aber keinesfalls bezüglich geistigen Gehaltes
außer Acht gelassen sein.
Der Exorzismus ist im allgemeinen, insbesondere
nach "katholischer Lesart", aber eben nicht zwingend,
nach einem bestimmten Schema gegliedert: Bedrohung - Namenserfragung
- Ausfahrwort - Rückkehrverbot
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IIn der christlichen Lehre sah
oder sieht man die Besessenheit daher als die Inbesitznahme
eines Menschen durch eine fremde geistige (dämonische)
Kraft an, die durch den Besessenen ständig oder
zeitweilig handelt. Übliche Ursachen der Besessenheit
sind Verfluchungen und Teufelspakte. Typische Anzeichen
von Besessenheit sind:
» das Unterscheiden geweihter
Gegenstände von ungeweihten
» das Sprechen in fremden, dem Sprecher unbekannten
Sprachen
» krankhafter Selbstzerstörungstrieb
» das unerklärliche Verbreiten von Gestank
» Schweben
» unerklärliche Kräfte
» eine Abscheu vor geweihten Personen und Gegenständen
» permanentes Fluchen
» Umsessenheitsphänomene
» Wissen um die Vergangenheit
» Wissen um die Sünden von Mitmenschen
» das Hervortreten unterscheidbarer Personen
oder Dämonen
Zur Feststellung einer Besessenheit sind immer übernatürliche
Ereignisse im Zustand der Besessenheit erforderlich.
Die besessenen Personen sind häufig nicht ständig
im Zustand der Besessenheit und leiden sehr stark
unter der Besessenheit.
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Sehr oft wird Besessenheit als negativ
oder krankhaft bewertet. Deshalb wird sie in vielen
Religionen als Krankheits-Ursache gesehen, obwohl
sie nach anderem Verständnis nur Symptom ist.
Die Folge ist typischerweise die Durchführung
von Ritualen, die eine befallene Person von dem fremden
Bewusstsein befreien sollen, so z.B. der amtskirchliche
Exorzismus.
Aus Sicht der Psychiatrie, handelt es sich meist um
Psychosen oder Zwangsstörungen, die bis ins 20.
Jahrhundert gehäuft auch jugendliche Mädchen
in strengen hierarchischen Familienzusammenhängen
mit rigiden (und triebfeindlichen) Moralvorstellungen
betrafen (ähnlich wie Poltergeist-Phänomene).
Allerdings bleibt bei derartigen Deutungsversuchen
die Erklärung von (unbewiesenen) übernatürlichen
Ereignissen, wie sie für Besessenheit typisch
sind, fraglich. Andererseits ist nicht auszuschließen,
dass Besessenheit mit psychischen Krankheiten verwechselt
wird, insbesondere wenn ein Exorzist oder ein Psychiater
nicht mit beiden Phänomenen vertraut ist.
Heutzutage scheinen Fälle von "Besessenheit"
in Europa eine Rarität zu sein. In afrikanischen
Kulturen gibt es einen Zustand der Trance oder künstlich
herbeigeführten temporären Besessenheit,
der erwünscht ist, in dem Götter oder Geister
Verstorbener, meist sogenannte "Ahnen",
von den Menschen Besitz ergreifen, wie es z.B. der
Regisseur Jean Rouch im Film Les Maitres Fous darstellte.
Besessenheitsphänomene polarisieren sehr stark,
sie werden zum einen von der römisch-katholischen
Kirche als Beleg der Existenz dämonischer personaler
Wesen verstanden und dienen, wie schon im neuen Testament
aufgrund der Wirkung des Exorzismus als Beleg für
die Wahrheit des Glaubens. Andererseits wird Besessenheit
von Materialisten als mit ihrem Weltbild unvereinbar
angesehen und üblicherweise in Richtung psychischer
Erkrankungen, sich dabei ereignende übernatürliche
Phänomene in Richtung einer Massenhypnose gedeutet.
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