| das Phänomen des Doppelgängers,
beziehungsweise des Ätherischen Doppels eines Menschen
wird von vielen Menschen bestätigt. Doch was sind
sie, welche Bedeutung haben sie? |
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Unter einem Doppelgänger im
esoterischen Sinn versteht man das immaterielle, feinstoffliche
Pendant eines Menschen, das häufig völlig
unvermittelt auftaucht, oft in Momenten der Gefahr.
Der Mensch, von dem dieses Abbild stammt, ist sich
dessen im Allgemeinen nicht bewusst.
Eine Begegnung mit seinem ätherischen Doppel
hatte im Jahre 1947 auch der Amerikaner Gordon Barrows.
Nach einer 18-stündigen Fahrt durch die verlassensten
und unwirtlichsten Wüsten gegenden im USBundesstaat
Wyoming lief Barrows der aufgrund der bitteren
Kälte schon ganz steif war - Gefahr vor Erschöpfung
am Lenkrad einzuschlafen. Barrows war erst vor kurzem
aus der Armee entlassen worden und wollte so schnell
wie möglich nach Hause. Kurz hinter der Stadt
Laramie erblickte er einen Anhalter und trat instinktiv
auf die Bremse.
Doch als Barrows das Fenster herunterkurbelte und
dem Fremden anbieten wollte ihn ein Stück mitzunehmen,
erlitt er einen Schock: Der Anhalter schien sein Ebenbild
zu sein! Das Einzige, das die beiden Männer voneinander
unterschied, war ihre Kleidung. Der Anhalter trug
nur einen leichten Drillichanzug, schien aber dennoch
nicht unter der eisigen Kälte zu leiden.
Zu Barrows' Erleichterung bot der Fremde an das Steuer
zu übemehmen, damit Barrows ein wenig schlafen
konnte. Da er total erschöpft war, überließ
Barrows dem Fremden bereitwillig das Steuer und war
wenig später eingeschlafen.
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Als er einige Stunden später erwachte,
war der Wagen zu seiner großen Überraschung am
Straßenrand geparkt, während sein schweig-samer
Reisegefährte regungslos hinter dem Lenkrad saß.
Barrows hatte gerade noch Zeit sich zu bedanken, bevor der
Fremde ausstieg und wortlos in der Wüste verschwand.
Während Barrows seine Reise erfrischt fortsetzte, dachte
er über diese seltsame Begegnung nach, die er sich
nicht erklären konnte.
Gordon Barrows ist jedoch kein Einzelfall. Immer wieder
haben Menschen in der Vergangenheit von der faszinierenden
und zugleich auch unheimlichen Begegnung mit ihrem eigenen
oder auch einem fremden Doppelgänger berichtet.
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Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wur-de bekannt
das Adolf Hitler bei verschie-denen Gelegenheiten
Doppelgänger ein-gesetzt hatte. In jüngster
Zeit führte dies zu Spekulationen, ob die
verkohlten Überreste, die 1945 im Bunker
des Führ-ers gefunden wurden, tatsächlich
die des echten Adolf Hitlers waren.
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Gezielte Irreführung
Es ist bekannt, dass im Zweiten Weltkrieg sowohl von
den westlichen Alliierten als auch von den Achsenmächten
Doppelgänger - allerdings in diesem Fall sehr
lebendige - ganz bewusst ein-gesetzt wurden. So trat
beispielsweise der britische Armeebuchhalter und Hobbyschauspieler
M. E. Cliftonjames in der Öffentlichkeit als
General Montgomery auf, während der echte General
»Monty« seine Streitkräfte inzwischen
an einem geheimen Ort auf die Invasion in der französischen
Normandie vorbereitete. M. E. Clifton-James überlebte
den Krieg und seine Biographie "I was Monty 's
Double" wurde später erfolgreich verfilmt.
Andere Doubles hatten allerdings weniger Glück.
Es besteht auch die Vermutung, dass Hitlers Stellvertreter
Rudolf Heß ebenfalls von einem ihm
frappierend ähnlich sehenden Doppelgänger
ersetzt wurde um zu verschleiern, dass Heß kurz
vor seinemFlug nach Großbritannien im Mai 1941
von rivalisierenden Nazis ermordet worden war. Als
sich »Heß« 1973 im Spandauer Gefängnis
einer eingehenden ärztlichen Untersuchung unterziehen
musste, wies sein Körper keine Narben von schweren
Kriegsverletzungen auf, was mehr als verdächtig
war, da diese Verletzungen aktenkundig waren.
In jüngster Zeit wurde sogar die Behauptung aufgestellt,
dass es sich bei den 1945 im Führerbunker in
Berlin aufgefundenen Leichen nicht um Adolf Hitler
und seine Geliebte Eva Braun gehandelt habe, sondern
um Doppelgänger der beiden, die bereits früher
des öfteren in dieser Rolle aufgetreten waren.
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Geistererscheinungen
Eine starke äußere Ähnlichkeit hat jedoch
nichts mit den außergewöhnlichen Erfahrungen
zu tun, die Gordon Barrows und auch zahlreiche andere Menschen
mit ihrem ätherischen Doppel gemacht haben.
Psychologen definieren Doppelgänger - im Sinne des
ätherischen Doppels - als Erscheinungen einer lebenden
Person, die mit der realen Größe der betreffenden
Person übereinstimmt. Diese Erscheinungen sind normalerweise
transparent, meist monochrom, mitunter aber auch in blassen
Farben sichtbar. Sie imitieren die Bewegungen ihres physischen
Gegenstückes, als seien sie dessen Reflexion. Diese
Art von Doppelgänger tritt meist in der Dämmerung
oder spät in der Nacht auf - dies bemerkenswerterweise
jedoch nur zum Teil. Diese Art von Doppelgänger stellt
also nicht den gesamten Menschen dar. Auch bei Menschen,
die unter sehr großem Stress stehen oder völlig
übermüdet sind, tritt der Doppelgänger des
öfteren in Erscheinung. Diesen Zusammenhang kann man
wissenschaftlich bislang allerdings noch nicht befriedigend
erklären.
Der früheste verzeichnete Zwischenfall mit einem
»Doppelgänger« geht bis ins vierte vorchristliche
Jahrhundert zurück. Der griechische Philosoph Aristoteles
erzählt von einem Mann, der nicht einen einzigen Spaziergang
machen konnte, ohne dabei seinen »Doppelgänger«
anzutreffen. Der Glaube an einen Doppelgänger ist also
nicht neu. Er kann bis ins antike Persien zurückverfolgt
werden und ist bei alten und modemen Kulturen auch jetzt
noch verbreitet.
Heutzutage ist das Wort »Doppelgänger«
zu einem Überbegriff geworden, mit dem eindeutig eine
Begegnung mit dem ätherischen Doppel beschrieben wird.
Es gibt jedoch auch eine Anzahl von Phänomenen, die
obwohl sie ähnlicher Natur sind nicht der
strengen »Doppel-gänger« Definition entsprechen.
Gordon Barrows ist dafür ein gutes Beispiel. Er behauptete,
nicht nur die vollständige Figur seines »Doppelgängers«
gesehen zu haben, sondern auch, dass die Vision andere Kleider
getragen habe als er selbst - und auch in der Lage gewesen
sei unabhängig von ihm zu handeln.
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Ein weiterer gut dokumentierter
Fall dieser Art betrifft keinen geringeren als Johann
Wolfgang von Goethe. Als der Dichter einst von einem
Besuch bei einem Freund im Elsass nach Hause ritt,
begegnete auch er seinem Doppe-lgänger, der in
einen graugoldenen Anzug gekleidet war.
Die Erscheinung dauerte nur wenige Sekunden und Goethe
- der alles andere als abergläubisch war
hatte sie rasch wieder vergessen. Als er jedoch acht
Jahre später auf dem Weg zu seinem Freund erneut
an dieser Stelle vorbei kam, wurde ihm bewusst, dass
er denselben graugoldenen Anzug trug wie die Doppelgängervision
von damals. Er schloss daraus, dass er seinerzeit
»mit den Augen des Geistes« einen zufälligen
Blick in seine Zukunft geworfen hatte.
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Eine andere Form von ätherischen
Doppelgängern ist unter der Bezeichnung »Vardoger«
oder »Vorläufer« bekannt. Dieses Phänomen
unterscheidet sich vom Doppelgänger insofern, als dass
das ätherische Doppel der betreffenden Person dieser
bereits Wochen vor einer eventuellen Abreise vorauseilt.
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Dialoge mit Geistern
Wie Zeugen glaubhaft versichern, konnten sie den Doppelgänger
einer anderen Person nicht nur sehen, sondern auch mit ihm
sprechen, während sich die betreffende Person an einem
völlig anderen Ort befand.
1955 unternahm Erikson Gorique aus New York eine Geschäftsreise
in die norwegische Hauptstadt Oslo. Es war sein erster Besuch
in dieser Stadt. Als man an der Hotelrezeption die Freude
über seinen neuerlichen Besuch äußerte,
hielt Herr Gorique dies zunächst für eine Ver-wechslung
und maß dieser Angelegenheit keine große Bedeutung
bei. Unsicher wurde er erst, als ihm am nächsten Tag
ein Großhändler namens Olsen während eines
Telefongesprächs versicherte, er habe mit ihm, Gorique,
über dasselbe Geschäft doch bereits vor zwei Monaten
verhandelt!
Manche Forscher glauben, solche Phänomene könnten
das Ergebnis von Gedankenprojektionen sein, etwa eines starken
Wunsches, der mithilfe von Willenskraft projiziert wird.
Diese Ansicht wird auch durch die als »Krisenerscheinungen
« registrierten Fälle untermauert. Diese treten
angeblich auf, wenn sich der Körper unter extremem
emotionellem oder physischem Stress befindet und aufgrund
dieser Belastung Visionen der betreffenden Person vor Verwandten
oder geliebten Menschen erscheinen.
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Der Fall der Emilie Sagee
Im 19. Jahrhundert verlor die französische
Lehrerin Emilie Sagee häufig ihre Stellung,
weil sie stets an zwei Orten gleichzeitig anzutreffen
war - ein Phänomen, das als "Bilokation"
bekannt ist. Ihr äterischs Doppel tauczhte
immer dann auf, wenn sie ihre Gedanken wandern
ließ, was ein Sclüssel zum Geheimnis
des "anderen Ichs" sein könnte.
Als sie an einem Mädchenpensionat unterreichtete,
wurde Emilie und ihr äterisches Doppel
nebeneinander an der Tafel von der ganzen Klasse
wahrgenommen. Ein anderes Mal ordnete Emilie
die Kleidung eines Mädchens, das in Ohnmacht
gefallen war, als ir aus dem Spiegel die beiden
Emilien entgegenstarrten. Nach diesem Zwischenfall
trat die Lehrerin vorzeit in den Ruhestand.
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Obwohl es weltweit zahlreiche Berichte
über derartige Fälle gibt, ist dieses Phänomen
noch bei weitem nicht klar definiert. Der Vorstellung, alle
ätherischen Doppelgänger seien die Projektion
eines einzelnen Bewusstseins, widerspricht die Erfahrung
einer Mehrfachsichtung, die Reverend W. Mountford gemeinsam
mit einigen Freunden im US-Bundesstaat Massachusetts gemacht
hat.
j Mountford weilte bei Bekannten, die an diesem Tag den
Besuch von Verwandten erwarteten. Die gesamte Gruppe ging
nach draußen um nachzusehen, ob die Gäste schon
im Anmarsch seien. Erstaunt beobachteten sie, wie sich das
erwartete Paar in einem Buggy dem Haus näherte, jedoch
vorbeifuhr ohne die Wartenden zu beachten. Wenig später
kam der Buggy erneut auf das Haus zu. Dieses Mal winkten
die Personen im Wagen der wartenden Gruppe bereits von weitem
freundlich zu.
Forscher haben dafür mehrere Erklärungen. So wäre
es vorstellbar, dass eine der wartenden Personen unbewusst
ein Bild des ankom-menden Buggys projizierte. Denkbar wäre
auch, dass sich der Buggy samt Insassen aufgrund einer Gruppenhalluzination
manifestierte.
Ein verwandtes Phänomen ist die Bilokation. Davon spricht
man, wenn eine Person an zwei Orten gleichzeitig auftaucht.
Zu den bekanntesten »normalen« Fällen dieser
Art gehört Emilie Sagee, eine französische Leherin
aus dem 19.Jahrhundert, deren Ätherleib zeit ihres
Lebens an verschiedenen Orten gesehen wurde. (Siehe Kasten
oben)
Skeptiker wenden ein, dass es sich bei solchen Sichtungen
um Verwechslungen oder Auswüchse einer überspannten
Fantasie handelt. Dies lässt sich vorläufig nicht
klären. Doch vielleicht vermag die Wissenschaft die
Existenz des ätherischen Dop pels eines Tages zu beweisen.
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