Musikalische Meisterwerke aus dem Jenseits
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Es ist eine verwirrende Vorstellung,
wenn man davon spricht, daß Beethoven noch
immer an seiner 10. Symphonie arbeitet. Doch vielen
Medien und Spiritisten ist eine solche Vortellung
vollkommen geläufig. Schon längst verstorbene
Musiker oder Künstler scheinen selbst nach
Jahrhunderten noch Meisterwerke zu vollbringen.
Eines der bekanntesten Medien aus diesem Bereich,
ist Rosemary Brown aus London. Sie ist von sich
selbst überzeugt, für verstorbene Komponisten
die "Feder" zu führen. Es seien Kompositionen
von Brahms, Beethoven, Chopin, Schubert, Debussy
und seit geraumer Zeit auch von Strawinski, die
sie empfange und auf Papier bringe. Brown selbst
sieht sich als eher bescheidene Hausfrau mit rudimentären
Kenntnissen der klassischen Musik. Es ist daher
höchst erstaunlich, daß die Kompositionen,
die sie hervorbringt, weit über ihr Können
hinausgehen. Es seien die verstorbenen Genies die
ihr die Werke diktieren. Sie sieht sich daher selbst
lediglich als "Schreibgehilfin". Betreffend
den musikalischen Werken, die sie hervorbringt,
vertraut sie den verstorbenen Meistern. Professionelle
Musiker sorgen dann lediglich nur noch für
deren Umsetzung oder nehmen den letzten Feinschliff
an den Werken vor.
Schon als junges Mädchen glaubte Rosemary Brown
an ein Leben nach dem Tod. Eines Tages hatte sie
eine Vision eines älteren Herren, der ihr mitteilte,
daß er und andere große Musiker bald
ihre Freunde seien werden und ihr herrliche musikalische
Stücke anvertrauen werden. Es waren dann viele
Jahre später, sie war mittlerweile verwitwet
und musste sich alleine um die 2 Kinder kümmern,
als ihr ein Bild von Franz Liszt in die Hände
fiel. Sie erkannte in ihm den Musiker, der 1811
geboren und 1886 verstorben war, ihren gespenstischen
Freund, der ihr in ihren Versionen erschien.
Als 1964 weitere berühmte Komponisten mit ihr
in Verbindung traten, unter anderem Beethoven und
Chopin, begann sie die Lebensaufgabe, die ihr in
ihren Versionen gegeben wurde, in Angriff zu nehmen
und führte die unvollendeten Kompositionen
und Werke längst verstorbener musikalischer
Großmeister fort. Das fazinierende daran:
Es sind nicht bloße Entwürfe die ihr
"eingegeben" werden, sondern bereits vollständig
komponierte Werke.
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Die Stücke werden ihr so
schnell diktiert, wie sie eben schreiben könne,
so Brown. Beobachter, die solchen Sitzungen bisher
beiwohnen durften, beschreiben das Tempo, in dem
ihr die Noten aus der Feder fließen, als frappierend.
Es wäre unmöglich daß ein Musiker
ein Werk, welches er gerade just in diesem Moment
komponieren würde, so schnell niederzuschreiben.
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Doch tragen diese posthumen Werke tatsächlich
die unverkennbare Handschrift der großen Meister?
Lassen sie sich mit Werken von Liszt, Chopin oder gar Beethoven
identifizieren? Die Meinungen hierzu sind recht unterschiedlich.
Während die einen ihre Werke bewundern und fest davon
überzeugt sind, daß diese Kompositionen tatsächlich
die Stilrichtung der "Meister" aus dem Jenseits
tragen, führen Kritiker ins Feld daß die Werke
unter dem Niveau der großen Künstler seien und
lediglich mit deren Arbeiten aus ganz früher Zeit oder
den Anfängen zu vergleichen seien. Doch leider werden
wir wohl nie erfahren ob diese Kompositionen tatsächlich
weiterführende Werke der großen Künstler
wie Beethoven, Chopin oder Brahms sind. Geschweige denn
wird nie eines ihrer Werke als solches Anerkannt werden.
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