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Brookdale
Hotel
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Sylvia Browne wurde von Henry Winkler
gebeten, für seine Fernseh-sendung Sightings
Gerüchte über paranormale Aktivitäten
im Brookdale-Hotel in Nordkalifornien zu untersuchen.
Niemand teilte ihr auf ihre Anfragen mit, um welche
speziellen Aktivitäten es sich handelte, aber
sie erfuhr viel über die ziemlich chaotische
Geschichte des Hauses. Es wurde bis auf die Grundmauern
niedergebrannt, verlassen, verkauft, umgebaut, erneut
verkauft und wieder umge-baut. Der Werdegang des Hauses
war nicht die Schuld von Geistern oder Gespenstern,
die sich an diesem Ort aufhielten, und konnte auch
nicht auf einen Fluch zurückgeführt werden,
da Flüche nicht existieren.
Das Haus - ursprünglich die Zentrale eines Sägewerks,
das hier vor mehr als 100 Jahren existierte - sah
sehr einladend aus. Es lag versteckt in den Bergen
und war von riesigen Redwood-Bäumen umgeben,
die es wie eine standhafte Wache beschützten.
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Nach einer Einweisung und einer
ersten Orientierung, schien das Haus der freundlichste,
gemütlichste und ungestörteste Ort der Welt
zu sein. Man schlug vor mit dem Speisezimmer zu beginnen,
wo die meisten seltsamen Geräusche und unerklärlichen
Erscheinungen sowohl von den Angelstellten als auch
von den Gästen wahrgenommen worden war. Als sie
vor der Tür des Speisezimmers stand und es ihr
gelungen war, die Menschen und das technische Equipment
um sie herum aus ihrem Bewusstsein auszublenden, betrat
sie den Raum so, als ob sie allein wäre.
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Kein Wunder, dass er der "Bachraum"
hieß, denn mitten durch dieses Zimmer floss ein richtiger
Gebirgsbach, der genauso prächtig war, wie man ihn
sich vorstellt. Das Gefühl, allein zu sein, verflog
schnell, als sie kindliches Lachen hörte und ein kleines
Mädchen sah, vielleicht sechs oder sieben Jahre alt,
das spielend neben dem Bach hüpfte - mit einer Frau,
die ihr Kindermädchen zu sein schien, dich auf den
Fersen. Plötzlich, zu ihrem Entsetzen, rannte das Kind
zu nahe an das Geländer einer kleinen Fußgängerbrücke,
stolperte, fiel und schlug hart mit dem Kopf auf. Sie fragte
ob es dem Mädchen gut ginge. Das Mädchen nickte
mit dem Kopf. Aber in Wirklichkeit ging es ihr nicht gut.
Sie wusste, dass sie gerade den Handlungsablauf erneut durchlebte,
der zu ihrem Tod geführt hatte. Bevor sie dem Mädchen
erklären konnte, dass sie tot war und ihr helfen konnte,
nach Hause ins Jenseits zu gehen, stellte sie sich fröhlich
vor: "Ich bin Sarah, und das ist mein Kindermädchen
Maria." Sie zeigte dabei auf den Bach
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hin, auf die Frau, die nicht mehr zu
sehen war. Kaum hatte sie das getan, kicherte sie verschmitzt
und verschwand zwischen den Tischen und Stühlen des
Speiszimmers. Nach Befragungen der Angestellten des Brookdale-Hotels,
ob sie jemals von einem kleinen Mädchen namens Sarah
gehört hätten, tauschten sie ein paar Blicke untereinander,
und dann erzählte einer von ihnen, dass so um 1950
herum, ein sechsjähriges Mädchen namens Sarah
Logan die Nichte des Besitzers des Hauses, im Bach des Speisezimmers
ertrunken war.
Sylvia machten den Angestellten klar, dass Sarah noch immer
anwesend war und höchstwahrscheinlich die Ursache für
all den Krach und Lärm darstellte, den Sechsjährige
nun mal machen. Und ihr Kindermädchen ist auch dageblieben,
zweifellos, um auf die aufzupassen, wie sie es schon zu
Lebzeiten getan hatte. Und so stellte sich heraus, das zahllose
Gäste, Angestellte und Besitzer des Hauses Sarah schon
seit Jahrzehnten in fast jedem Raum gesehen und gehört
hatten, besonders im Speisezimmer in dem sie gestorben war.
Danach nahm sich Sylvia den Tanzsaal vor, wie sie ihn nannten,
denn auch dort sollten merkwürdige Dinge vor sich gehen.
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Sie hatte den Raum noch nicht betreten,
da hörte man schon Musik. Zwar nur leise und verschwommen,
aber doch deutlich als Swingmusik zu erkennen, aus der Ära
der großen Bigbands. Ist im Haus ein Radio oder Stereoanlage
eingeschaltet? Aber man versicherte ihr, dass dies nicht
der Fall war. Dann fragte sie ihr Team und die Angestellten
des Hauses, ob jemand von ihnen Musik höre. Alle lauschten
einen Moment und schüttelten dann mit dem Kopf, mit
Ausnahme von einem Angestellten, dessen Augen sich unmerklich
weiteten in einer Kombination von Wieder erkennen und Erleichterung.
Er sagte, dass er im Augenblick nichts höre aber spät
in der Nacht, nachdem schon geschlossen war, habe er einmal
Musik gehört, die aus diesem Raum kam. Er habe es niemandem
erzählt, weil er dachte, es hätte nur etwas mit
ihm zu tun. Kurz darauf betrat Sylvia den Tanzsaal.
Sie hätte den Raum als solchen gern beschrieben, aber
ehrlich gesagt, habe sie ihn nicht sehr deutlich wahrgenommen.
Ihre ganze Aufmerksamkeit richtete sich auf einen Mann,
der in der Mitte wartete und sie teilnahmslos anstarrte.
Er war sehr stark gebaut, hatte einen Bart und dickes, volles
Haar. Seine Brille hing ihm vorn auf der Nasenspitze. Niemand
sonst konnte ihn sehen, obwohl einige von Sylvias Leuten
plötzlich einen kalten Hauch spürten. Sie schaute
den Mann an und begrüßte ihn. Er grummelte irgendwas
und blieb ernst. Sie fragte ihn wie er hieße. Doch
er schien sich gestört zu fühlen, entweder durch
die Frage oder dadurch, dass sie überhaupt aufgekreuzt
war. Schließlich murmelte er das Wort "Judge".
Sie heißen Jugde? Sie versuchte freundlich zu sein,
aber er reagierte gar nicht auf sie und grunzte noch nicht
einmal eine Antwort. "Oder sind sie Judge, ein Richter?
"Judge", sagte er erneut und wiederholte das eine
Wort immer wieder, wobei er immer ungeduldiger wurde. Es
war nicht gerade die anregendste Unterhaltung, die sie jemals
hatte, aber er hatte es ihr auch nicht gerade angetan. Also
versuchte sie ihn ein wenig aus der Reserve zu locken, indem
sie so tat, als wären sie alte Bekannte. "Ich
habe Sarah und Maria vorhin getroffen. Kennen sie die beiden?"
Er nickte. Und dann war er plötzlich verschwunden.
Alle Anwesenden versammelten sich in der Mitte des Tanzsaales
zu einem kleinen Kreis, um zu beten, dass die Seelen von
Sarah, Maria und Judge ihren Weg ins weiße Licht des
Heiligen Geistes finden mögen, damit sie wieder zu
Gott kämen und zu all den anderen lieben Menschen im
Jenseits
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