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Wer einst, 30 Kilometer nördlich von Regensburg,
auf einem Plateau an der nördlichen Seite des
Regenknies zwischen Maxhütte/Haidhof und Nittenau,
Burg Stockenfels erbaute, weiß heute niemand
mehr zu sagen. Groß, mächtig und unüberwindlich
und 5 Stockwerke hoch, so soll sie einst gewesen
sein. Herzog Ludwig der Strenge und seinen Nachfolger
Herzog Ludwig IV.sowie der spätere Kaiser Ludwig
von Bayern, gelten als die Erbauer von Burg Stockenfels.
Kaiser Ludwig war es auch der die Burg mit einer
eigenen Kapelle ausstattete.
Nachdem Kaiser Ludwig von Bayern jedoch verstarb
wechselte die Burg über die nächsten Jahrhunderte
häufig Ihre Besitzer. Unter ihnen auch Raubritter,
die ihr gefährliches Unwesen auf der Burg trieben
und sie daraufhin berüchtigt machte. Das Patrizier
Geschlecht Auer, welches ursprünglich aus Regensburg
stammte jedoch seine Heimatstadt 1334 verlassen
musste, übernahm 1351 den Besitz der Burg Stockenfels.
Deren Glück die Burg ihr Eigen nennen zu dürfen,
währte aber nicht lange. Bereits 1372 wurde
die Burg, nach einigen Kriegswirren, von den Wittelsbachern
übernommen. Keine 60 Jahre später, nämlich
1430, wurde Ritter Georg Heuras von Satzdorf neuer
Eigentümer und Burgherr und hielt diese bis
ins Jahre 1510.
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So ging es über die Jahrhunderte hinweg. Burgherren
kamen und gingen. Bis endlich zu Beginn des 19.
Jahrhunderts Freiherr Karl von Eckart die Ruine
erwarb, in deren Besitz seine Nachkommen, die Grafen
von der Mühle-Eckart, noch heute sind. Gräfin
von Drechsel, die auch für den Unterhalt und
die Erhaltung der Burg sorgt, ist noch heute die
Besitzerin von Burg Stockenfels.
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Doch dort wo einst die
stolze Burg stand, ragt heute nur noch eine
Ruine. Die riesigen Granitstein-Trümmer
lassen heute nur noch erahnen von welcher
Größe und Bedeutung die Burg einst
war. Dennoch sind die Geschichten um die sagenumwobene
Burg noch sehr lebendig. Selbst wenn das Gemäuer
mehr und mehr bröckelt und die Burg immer
weiter insich zusammenfällt. Geister
und Gespenster sollen ihr Unwesen in den Gemäuern
treiben. Indess soll die Burg selbst ein düsteres
Eigenleben führen.
So soll die Burg einst ein Verbannungsort
gewesen sein. Ein Verbannungsort für
böse Geister. Geisterjäger, ausgestattet
mit einem Rucksack, Bannsprüchen und
3 Pfund reinem Stahl, sollen aus dem gesamten
Donaugau Jagd auf die ruhelosen Seelen gemacht
haben. Mit ihrer Ausrüstung sollen sie
die Geister eingefangen und auf der Burg ausgesetzt
haben. Hier sollten sie unter Matern und Qualen
auf ewig für ihr sündiges Leben
büßen. Auch soll ein besonderer
Gast sein Spiel auf der Burg ebenfalls getrieben
haben. Der Teufel selbst.
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Die Sage von den Bierpantschern
Auf der Burg Stockenfels büßen
allnächtlich die ihre Sünden,
die das drittschlimmste Verbrechen in Bayern
begangen haben. Nach Mord und Brandstiftung
ist dies Wasser ins Bier zu schütten,
so sagen es wenigstens der Volksmund und
die einschlägigen Sagen und Geschichten
rund um die berüchtigte Geisterburg
Stockenfels, auch manchmal Bierpantscher-Walhalla
genannt. Zu den Pantschern gesellen sich
auch die untreuen Kellnerinnen, Schankkellner,
Wirte und Wirtinnen, die gepantscht, schlecht
eingeschänkt oder sonstwie ihre vertrauensvollen
Gäste betrogen haben.
Pünktlich um Mitternacht öffnet
sich der sonst verschüttete grundlose
Burgbrunnen und eine endlos scheinende Leiter
reicht von der Brunnensohle bis hoch hinauf
zur Turmspitze des wuchtigen Bergfrieds.
Die Stockenfelser Teufel treiben nun die
armen und jammernden Seelen der Malefizianten
auf die Leiter, bis Sprosse um Sprosse besetzt
ist, von ganz unten bis hoch oben. Unten
schenkt ein Teufel Eimer um Eimer voll Wasser
und die Kette der Verbannten muss sie weiterreichen
bis ganz oben, wo der Oberteufel das geschöpfte
Wasser über die Burgmauer wieder ausschüttet.
Das geht so Nacht für Nacht in der
Geisterstunde, und die Buße dauert
in alle Ewigkeit, weil Braumalefizianten
niemals Ruhe finden. Sie müssen so
viel Wasser schöpfen, wie sie in ihrem
Erdenleben ins Bier geschüttet und
so ihre Gäste betrogen haben. Etliche
sind auch namentlich bekannt, so der Schwodlbräu
von Zangenstein, die Kellnerin von Stadtamhof,
drei Kellnerinnen vom Hofbräuhaus,
einige Bräuer von München, der
Podagrawirt von Haag, der Pfleger von Aufhausen,
der Bräu von Regensburg und viele andere
aus bayerischen Landen.
Und ettliche sind schon seit 300 Jahren
da oben, und täglich werden es mehr.
Deshalb trocknen auch die tiefen Weiher
zu Füßen der Burg sogar im heißesten
Sommer niemals aus, kein Wunder angesichts
der Wasserläufe, die sich von der Burg
allnächtlich in sie ergießen.
Und es gehen viele Geschichten um von neugierigen,
nächtlichen Wanderern, die unfreiwillig
Zeugen der Pantscherbuße auf Burg
Stockenfels wurden. Sie haben aber allesamt
ihre Neugierde mit dem Leben bezahlt und
schauen nun selbst allnächtlich und
ewiglich das Geisterfest auf Stockenfels.
(Quelle: Wikipedia)
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