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Unweit des Naabtales, ca. 17 KM nordwestlich von
Regensburg, liegt Wolfsegg. Inmitten des bayrischen
Städtchens tront eine Burg, deren erste Erwähnung
bereits 1358, zu Zeiten des Herzog Ludwig aus Bayern,
urkundlich erfolgte. Wolf von Schönleiten gilt
noch heute als Namensgeber der Burg und anhand einer
Balkenanalyse geht der Baubeginn auf Ende des 13.
Jahrhunderts zurück.
Bis 1475 blieb die Burg im Eigentum der Schönleiten,
bis schließlich Margaretha von Schönleiten
und ihr Mann die Burg an Ulrich und seinen Vetter
Hadamar IV. von Laaber verkauften. Bis zu ihrem
Aussterben im Jahre 1475 war Wolfsegg nun im Besitz
der Herren von Laaber. Später gelangte Wolfsegg
an die Linie Pfalz-Neuburg. 1533 wurde die Burg
als Lehen an Leonhard von Eck aus Kelheim weiter
gegeben. Bereits 42 Jahre später, 1575 erlangten
die Patrizierfamilie der Thumer die Burg. Die Burg
wurde im laufe der Zeit nun immer mehr weitergegeben
und erlangte immer wieder neue Besitzer. So langsam
konnte man den Verfall von Wolfsegg nicht mehr aufhalten.
Bis schließlich 1932 Georg Rauchenberger sich
der Burg annahm. 1980 wurde die Burg von der Gemeinde
und anhand von unzähligen Bauforschungen, vollständig
restauriert.
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Eigentlich ist die Burg von Wolfsegg ein Ort der
Idylle. Dennoch ist die Burg auch für seine
alten Sagen berühmt. Besonders populär
scheint die Sage von der weißen Frau von Wolfsegg
zu sein die auch 1969 durch einen Parapsychologen
sowie einem Medium bestätigt worden sein soll.
Demnach liegen Wurzeln dieser Spukereignisse wohl
im 15. Jahrhundert. Zu dieser Zeit lebten Gräfin
Klara von Helfenstein und Ihr Gatte Ulrich von Laaber
in Burg Wolfsegg. Der adlesfreie Ritter Ulrich IV
war seinerzeits selten in der Burg anzutreffen,
woraufhin seine Gattin einen Mann im Hause brauchte
der bei Problemen dazu bereit war hart durchzugreifen.
Ihre Wahl traf auf Georg Moller, der die Hammermühle
in Heitzenhofen besaß. Doch nahm sie nicht
nur Mollers Hilfe in Anspruch sondern ging auch
eine Affaire mit ihm ein. Ausgerechnet mit Georg
Moller, einem Erzfeind ihres Gatten Ulrich.
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Gräfin Klara von Helfenstein |
Daraufhin heuerte
Ulrich von Laaber zwei Bauernburschen
aus dem Dorf an, die seine Frau töten
sollten. Kurze Zeit später starben
auch Ulrich von Laaber und dessen
Söhne eines plötzlichen
Todes. Der Zweig der Laaberer erlosch
daher 1475. Der Legende zufolge ist
es unklar ob der plötzliche Tod
der Laaber ein Racheakt des Liebhaber
Klaras gewesen war, oder ob es Klara
selbst war, die seit Ihrem Mord in
der Burg ruhelos umhergehen soll.
Doch Herzogin Klara, die als weiße
Frau durch die Burg spuken soll, galt
lange Zeit nicht als einziges paranormales,
übersinnliches Phänomen
auf Burg Wolfsegg. Unterhalb der Wehranlage
von Wolfsegg befindet sich eine große
Tropfsteinhöhle, die bis heute
nicht vollständig erforscht ist.
Von hier drangen immer wieder dumpfe
Geräusche an die Oberfläche
die über lange Zeit hinweg als
Spuk ausgelegt wurden. Doch bei Expeditionen
in der Höhle wurden reichlich
Sklette gefunden. Mitunter Reste eines
großen Höhlenbärs
und Knochen vieler anderer Tiere.
Daher erlangte man zu dem Ergebnis
daß das dumpfe Rumpeln wohl
durch Wilderer veursacht wurde, die
das erlegte Wild in der Höhle
versteckten. Durch ihren verursachten
Lärm blieben alle der Geistehöhle
fern, so daß sie ungestört
ihrem Morden an Tieren weitergehen
konnten. Anhand der Funde der Wilderer
mag zwar das Rätsel der lauten
unterirdischen Geräusche gelöst
sein, nicht aber der Spuk der weißen
Frau, der bis heute erhalten geblieben
sein soll.
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