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Der Exorzist ist ein 1971 erschienener
Roman von William Peter Blatty. Das Buch wurde 1973
von William Friedkin verfilmt. Das Drehbuch schrieb
Blatty selbst. 1974 wurde der Film für zehn Oscars
nominiert und erhielt schließlich einen Oscar
für das beste Drehbuch und einen für den
besten Ton.
Die Geschichte zeichnet gleichermaßen subtiler
Horror und erschreckende und obszöne Bilder
aus. Die Wirkung ist durchaus verstörend, aber
so hintergründig, dass es zahlreiche Plagiate
des Werkes gab und die Wirkungsgeschichte bis heute
anhält
Handlung
Die 12-jährige Regan wird von Verhaltensstörungen
geplagt, deren Ursprung ungeklärt ist. Ohne Heilung
wird ihr Verhalten immer blasphemischer und obszöner.
Es scheint, dass ein Dämon namens Pazuzu (aka.
Captain Howdy) von ihr Besitz genommen hat. Der Jesuit
Damien Karras, ein katholischer Priester und Psychologe,
sieht der Sache mit Skepsis entgegen, würde doch
die Existenz eines Dämons auch die Existenz Gottes
beweisen, an den er als aufgeklärter Mensch nicht
mehr glauben kann. Als Assistent von Pater Lancester
Merrin beginnt er schließlich einen Exorzismus
durchzuführen.
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Die Vorgeschichte
Vorlage für den Roman ist ein Exorzismus, der
im Jahre 1949 in den USA vorgenommen wurde.
1949 werden in der Ortschaft Cottage City in der Nähe
von Washington (D. C.) bei dem 1935 geborenen Roland
Doe, offenbar im Zusammenhang mit dem Tod seiner Tante,
Verhaltensauffälligkeiten (Besessenheit)
festgestellt.
Durch die Mutter ist Roland streng religiös erzogen
worden. Durch die Tante, welche am 26. Januar 1949
verstorben war, erfuhr er über Okkultismus und
den Umgang mit einem Ouija-Brett.
Die Mutter wendet sich zunächst an den katholischen
Geistlichen Father Albert Hughes von der St. James-Kirche
im Nachbarort Mount Rainier.
Am 11. März 1949 erhält Roland Doe zum ersten
Mal Besuch von dem Exorzisten Father William S. Bowdern
und seinen Assistenten, Father Raymond F. Bishop und
Father Walter Halloran.
Am 16. März wird durch den Erzbischof Joseph
E. Ritter die Erlaubnis zur Vornahme von Exorzismen
erteilt. Diese dauern bis zum 18. April 1949.
Nach Aussage von Father Walter Halloran habe
der Junge beim Exorzismus lateinische Worte geäußert.
Diese entstammten allerdings dem katholischen Gottesdienst,
der bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil stets auf
Latein gehalten wurde.
Nach Aussagen von Father Walter Halloran und
dem älteren Bruder von Roland Doe habe Roland
zielgenau spucken können. Dies rührte allerdings
daher, dass Roland im gezielten Spucken sehr geübt
war.
Auch sei das Bett mit Roland durchs Zimmer
gefahren, da es auf Rollen stand und bereits durch
leichtes Schaukeln in Bewegung versetzt werden konnte.
Am 20. August 1949 wird der Exorzismus in einem Zeitungsartikel
der Washington Post geschildert. Dieser wird später
von dem damals 20-jährigen William Peter Blatty,
Student an der Georgetown-Universität von Washington,
gelesen und dient ihm als Inspiration für seinen
Roman.
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