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Laut einer Legende wird sich erzählt
daß die Ritter von Lichtenegg und Hohenbogen
sich viele Jahre über in einer unermüdlichen
Außeinandersetzung befanden. Der Herr der Burg
Lichtenegg schien eines Tages des Streites ermüdet
zu sein und sandte daher einen Botschafter aus, der
eine Nachricht an die Hohenbogener Herren überbrachte.
Es ist nicht bekannt welchen Inhalt diese Botschaft
beherbergte. Allerdings konnte erreicht werden daß
sich sein Hohenbogener Gegner und dessen Söhne,
mit der Hoffnung auf baldigen Frieden, zu ihm in die
Burg aufmachten.
Der Herr von Lichtenegg verköstigte seine Gäste
mit den besten Speisen und köstlichstem Wein.
Niemand ahnte welche Absichten sich hinter der Einladung
tatsächlich befanden. Während sich die Gäste
dem guten Wein hingaben wurde ihre Burg gerade durch
den Feind angegriffen. Da die besten Verteidiger jedoch
gerade auf Burg Lichtenegg zugegen waren, konnte die
Verteidigung der übrig gebliebenen Ritter den
Angriffen nicht stand halten. Die Burg wurde eingenommen
und in Brand gesteckt. Voller Schadenfreude führte
der Herr von Lichtenegg seine Gäste ans Fenster.
Die Flammen der brennenden Burg loderten Turmhoch.
Dann ließ er seine Feinde, die er auf solch
hinterliste Art und Weise getäuscht hatte, ins
Burgverlies sperren.
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Allnächtlich zur Geisterstunde
soll das Burgfräulein in einem weißen Sterbekleid
aus dem verfallenen Tore hervortreten und in den Graben
hinab steigen. Auf einer bemoosten Steinplatte, am
Fusse des Turms lässt sie sich dann nieder. Mit
einem funkelndem goldenen Kamm soll sie sich durch
ihr langes schwarzes Haar kämmen, bis am nächsten
Morgen der Hahn kräht. Der Grund ihres Erscheinens
soll an einem Fluch liegen den ihre Eltern über
sie brachten als sie unwissend zarte Bande mit dem
böhmischen Ritter Wranko knüpfte. Aus Verzweiflung
und missgunst ihrer Eltern stürzte sich sich
aus dem Turm in den Tod.
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Eine weitere Legende besagt daß
ein Schatz, der viele Jahrhunderte im Burgkeller vergraben
lag, von einem großen schwarzen Hund mit feurigen
Augen bewacht wurde. Gehoben worden soll der Schatz
dann später von den Jesuiten von Klattau in Böhmen.
Sie sollen den Teufel in dem Hund gebannt und ihn
dazu gezwungen haben die Truhe mit dem Schatz in ihr
Kloster zu ziehen.
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