Im Dorf Reculver in Kent, war früher eine
römische Siedlung gelegen. Eric Maple, ein
Volkskundler und Sammler gespentischer Manifestationen,
befragte die Menschen des Dorfes bezüglich
seltsamer Vorkommnisse, von denen die Bewohner schon
lange zu berichten hatten. In einer nicht weit entfernten
Baumgruppe, sollen die Geister einiger Babys spuken,
deren klägliches Geschrei in Winternächten
ertönte. Viele von Maples Informanten waren
Zeuge und beteuerten die traurigen Laute gehört
zu haben. Mit Händen und Füssen wehrten
sie sich dagegen, sich dem "Kinderwald"
zu nähern.
Eine umfassende archäologische Ausgrabung,
die in den sechziger Jahren in Reculver statt fand,
wurden zahlreiche Hinterlassenschaften der römischen
Siedlung freigelegt. Als Eric Maple die Ausgrabungsstätte
besuchte, wurde er Zeuge, wie mehrer Kinderknochen-
und Schädel geborgen wurden. Anhand einer Analyse
wurde festgestellt daß es sich hiebei um sterbliche
Überreste handelte, die mindestens ein Alter
von 1500 Jahren aufwiesen. Ein vollständiges
Skelett eines Kindes wies darauf hin, daß
dieses Kind wohl einer rituellen Tötung zum
Opfer gefallen war, und von gallischen Soldaten
in den Grundmauern begraben wurde.
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Dieser Fund bestätigte
daß der schauerliche Brauch, der damals
in vielen Teilen des vorchristlichen Europas
weit verbreitet war, den Göttern beim
Bau eines Gebäudes ein Opfer zu bringen,
insgeheim noch immer vollzogen wurde obwohl
er offiziell als abgeschafft galt. Es erhob
sich hierbei die Frage der Ursache und Wirkung.
Konnten die Knochenfunde in Reculver die Berichte
über die Schreie von Kindern im Walde
bestätigen, oder hatten lediglich die
Erzählungen von den Morden eine Vorstellung
geschaffen daß Kinder in dem kleinen
Wäldchen weinten?
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