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Ebenfalls eine Geschichte, die
sich um einen "Phantomanhalter" handelt,
ist die Erzählung einer jungen und erfolgreichen
Anwältin, die in jener Nacht, in der sie einen
Unfall verursachte und einen Anhalter todfuhr, kurze
Zeit darauf in der Garage tot im Auto aufgefunden
wurde.
Als sie die Augen öffnete blickte sie erschrocken
auf die Uhr. 20 min nach 22 Uhr. Sie schüttelte
den Mann, der neben ihr im Bett lag, wach und beschimpfte
ihn da er es zulassen konnte daß sie bei ihm
eingeschlafe. Dann warf sie ihm ein paar Geldscheine
zu, bedankte sich für den schönen Abend,
zog sich die Kleider über und rannte aus dem
Haus. 22:31 Uhr. Endlich saß sie im Wagen. Sie
wusste sie müsse sich beeilen, denn in weniger
als einer halben Stunde würde ihr Mann nach Hause
kommen.
Da siees sehr eilig hatte achtete sie recht wenig
auf den Verkehr, geschweige denn hielt sie sich an
das Tempolimit. Und da geschah daß was passieren
musste. In einem Augenblick der Unachtsamkeit, sie
zündete sich eine Zigarette an, kam sie von der
Fahrbahn ab und rollte über den Seitenstreifen.
Zu spät erkannte sie den Anhalter der dort am
Strassenrand stand und überfuhr ihn.
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Erschrocken blickte sie in den Rückspiegel
und sah dort den Anhalter, der eine gelbe Regenjacke und
ein Schild aus Pappe auf dem die Buchstaben D-O-V-E-R standen
bei sich trug, regungslos auf dem Seitenstreifen liegen.
Sie war wie gelähmt. Voller Panik, als sie die Scheinwerfer
eines herannahenden Fahrzeugs erblickte, trat sie auf das
Gas und fuhr weiter, ohne sich nach dem Anhalter zu erkundigen.
Es war mittlerweile schon 5 vor 11 und ihr war bewusst dass
sie es nicht mehr rechtzeitig nach Hause schaffen würde.
Also schaltete sie einen Gang runter und überlegte
was sie ihrem Mann erzählen konnte wo sie gewesen war.
Unmöglich konnte sie ihm erzählen daß sie
einen Gigolo besuchte und bei diesem auch noch eingeschlafen
war. In Gedanken verloren für sie weiter bis die Strasse
eine scharfe Rechtskurve machte. Sie erstarrte vor Schreck,
bremste ab und blieb stehen. Nur wenige Meter vor ihr stand
ein Anhalter der nun langsam und humpelnd auf sie zukam.
Er trug eine gelbe Regenjacke und in seinen Händen
ein Pappschild auf dem DOVER stand. Blut floss über
sein Gesicht. "Danke für´s Mitnehmen"
sagte er als er nebem dem Fahrzeug stand und die Beifahrertür
öffnete. Panisch fuhr sie los und fuhr den Anhalter
erneut an, der danach wieder regungslos auf der Strasse
lag.
Mittlerweile war es 10 nach 11. Sie bog rechts auf eine
Seitenstrasse und wusste dass sie in 5 Minuten zu Hause
war. In näherer Entfernung konnte sie etwas auf der
Strasse stehen sehen. Als sie näher herankam erkannte
sie den Anhalter, der ihr am heutigen Abend schon 2 mal
begegnet war. Sie machte eine Vollbremsung. "Danke
für´s Mitnehmen" rief dieser ihr erneut
zu. Er sah zum fürchten aus. Sein Gesicht schwarz von
Blut. Die weißen Zähne des gebrochenen Unterkiefers
blitzten Hell hervor. Sie wurde hysterisch. Sietrat auf
das Gaspedal und überfuhr den Anhalter erneut. Dieser
klammerte sich nun an die Motorhaube und wiederholte immer
und immer wieder "Danke für´s Mitnehmen".
Voller Wucht und Ekel für sie nun frontal gegen einen
Baum und zerquetschte den Anhalter. Gleich darauf wurde
sie Ohnmächtig.
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Als sie wieder zu sich kam war es kurz
nach Mitternacht. die Scheinwerfer warfen ein fahles Licht
an den Baum. Doch sie konnte nichts erkennen und fand keinen
Anhalter vor. War alles nur ein böser Traum? Hatte
sie einen Unfall und war lange bewusstlos und daher solche
schrecklichen Träume?
Sie legte den Rückwärstgang ein und fuhr zurück
auf die Strasse. Es waren nur noch wenige hundert Meter
bis sie zu Hause war. Sie fuhr auf den Hof und öffnete
das elektrische Garagentor. Die Garage war leer, ihr Mann
war noch nicht zu Hause und hatte sich das erste mal in
seinem Leben verspätet. Gerade wollte sie aussteigen
als plötzlich die Fahrertür aufgerissen wurde:
"Danke für´s Mitnehmen"
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Ihr Mann machte sich derweil Gedanken
darüber daß er sie so lange hat warten lassen
müssen. Ist er doch noch nie zu spät nach Hause
gekommen. Doch da war dieser schreckliche Unfall mit Fahrerflucht.
Er hatte die Rücklichter des Fahrzeugs noch gesehen
welches den Armen Mann, der per Anhalter nach Dover wollte,
überfahren hatte. Musste jedoch bei dem schwerverletzten
Mann bleiben, der kurze Zeit darauf, als endlich der Notarzt
eintraf, starb.
Er öffnete die Garage und fuhr neben den dunklen Ford
seiner Frau. Die Fahrertür stand offen. Er stieg aus
seinem Wagen aus und ging um das Fahrzeug seiner Frau herum
um die Türe zu schliessen. Er erstarrte vor Grauen.
Im Auto lag seine Frau. Tod. Ihr Gesicht war blutverschmiert
und um den Hals hatte sich ein Schild auf dem über
den Buchstaben D-O-V-E-R wohl mit Blut geschrieben stand:
Danke für´s mitnehmen.
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