| |
|
Vor einiger Zeit bekam Sylvia Browne
einen Anruf von einem netten Mann von der BBC. Er
erzählt ihr, dass es so aussähe, als ob
die Braune Lady, eines der berühmtesten und am
häufigsten gesehenen Gespenster Englands, verschwunden
sei. Niemand hat sie in den letzten Monaten gesehen.
Es klingt komisch, sich über jemanden Sorgen
zu machen, der bereits tot ist, aber trotzdem vermisst
wird.
Die Braune Lady gilt als das Gespenst von Dorothy
Walpole, der Schwester von Englands erstem Premierminister.
Man erzählt sich, Dorothys Ehemann mit Namen
Viscount Townshend habe herausgefunden, dass Dorothy
vor ihrer Ehe eine Affäre mit einem Lord Wharton
hatte, was für ihren späteren Mann verwerflich
und unverzeihlich war. Er sperrte sie unverzüglich
in ihre Zimmer des gemeinsamen Hauses Raynham Hall
ein, wo sie 1726 im Alter von 40 Jahren starb. Es
gibt mehrere Hypothesen zu ihrer Todesursache. Entweder
starb sie an Pocken oder an einem gebrochenen Herzen,
möglicherweise aber auch an einem gebrochenen
Rückgrat,
|
|
|
| |
|
nachdem ihr Mann sie die schwere
Treppe im Foyer von Raynham Hall hinuntergestoßen
hatte. Nach ihrem Tod hielt sie sich weiterhin im
Flur und im Treppenhaus von Raynham Hall auf, bekleidet
mit einem langen braunen Brokatkleid, das ihr ihren
Spitznamen eintrug, auf der verzweifelten Such nach
ihren fünf Kindern, die sie nie wieder sah, nachdem
ihr Mann sie eingesperrt hatte.
|
|
|
| |
|
|
Ob es sich um normale Durchreisende oder
um hochrangige Offiziere der britischen Armee unter König
George IV handelte, alle schworen nach nur einer Nacht in
dem "verfluchten Haus", es nie wieder zu betreten.
Spätestens ab 1849, als ihr Erscheinen zum ersten Mal
schriftlich erwähnt wurde, hatten sich die Menschen
an das unerwartete Auftreten der Braunen Lady gewöhnt.
Im Jahre 1936 hatten ein angesehener Fotograf mit Namen
Captain Provand und sein Assistent Indre Shira den Auftrag,
für das Magazin Country Life eine Bildreportage über
das historische Schloss zu machen. Eines Nachmittags gingen
sie über die große Treppe und sahen eine "neblige"
Frauengestalt die Treppe herunterkommen. Geistesgegenwärtig
griff Provand zur Kamera und schaffte es, die verschwommene
Gestalt der Braunen Lady auf Zelluloid zu bannen. Seitdem
gilt dieses Foto als das
» berühmteste
Gespensterfoto der Welt «
Nachdem sie ihnen so vertraut geworden und spätestens
seit 1849 so ans Herz gewachsen war, verwundert es nicht,
dass die Briten sich Sorgen machten, weil seit verdächtig
langer Zeit niemand mehr die Braune Lady von Raynham Hall
gesehen hatte. Sylvia erzählte dem Mann der BBC, dass
sie nicht
|
| |
|
daran zweifelte, wie sehr seine Landsleute
sie vermissten, dass sie aber allen Grund hätten, sich
für sie zu freuen.
Die Braune Lady ist ein gutes Beispiel
für die Intervention aus dem Jenseits. Nachdem sie
seit ihrem Tod fast 300 Jahre lang an die Erde gebunden
war, und obwohl es viele Versuche von hier aus gegeben hatte,
sie davon zu überzeugen, in den Tunnel und ins Licht
zu gehen, wurde die Braune Lady erst gegen Ende 2001 durch
mitfühlende Geistwesen aus ihrem hoffnungslosen Zustand
befreit. Alle Gespenster werden irgendwann auf diese Weise
gerettet werden, indem Geistwesen sie voller Mitgefühl
umgeben und mit der ganzen Kraft ihrer liebenden, heiligen
Macht nach Hause ins Jenseits führen.
|
|
|
| |
|
|