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Die 1939, bei einem Brand zerstörte
Pfarrei Borley, galt bis zu diesem Zeitpunkt des Brandes
als das größte Geisterhaus Englands. Neben
einem Geister einer Nonne, der dort umher gegangen
sein soll, waren schreckliche Geräusche gehört
worden und die Wände mit seltsamen Gekritzel
versehen.
Erbaut wurde die Pfarrei 1863 von Pfarrer Henry Dawson
Ellis. Zu diesem Zeitpunkt schon sollte seit Jahrhunderten
der Geist einer Frau auf dem Kirchenfriedhof umherspuken
und verbreitete Angst in der Bevölkerung. Die
übernatürlichen Phänomene in der Pfarrei
begannen kurz nach dem Einzug von Pfarrer Ellis und
dessen Familie in das mit 14 Zimmern ausgestatte Haus.
Aus der nahe gelegenen Kirche drangen Stimmen, fürchterliche
Gesänge und Glockengeläut. Lautes Pochen
und Klopfen sowie unerklärliche Schritte waren
an der Tagesordnung.
Bild rechts: Die Kirche von Borley
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Selbst die Kinder blieben von den
Phänomenen nicht verschont. Während eines
der Kinder des öfteren mit einem Schlag ins Gesicht
geweckt wurde, sah das andere einen altmodisch gekleideten
Mann an seinem Bett sitzen.
Auf der Pfarrei Borley gab es gleich mehrere Erscheinungen.
Neben einem kopflosen Mann und einer Geisterkutsche
inklusive dem Gespann, spukten noch die Nonne und
eine bleiche Geisterfrau über das Gelände.
Doch Pfarrer Ellis ließ sich durch diese Ereignisse
nicht einschüchtern. Er war sogar so fasziniert
über den Geist der grauen Nonne, dass er sich
auf dem Gelände ein Sommerhaus bauen ließ
welches er dann "Nonnenweg" nannte. Von
hieraus beobachtete er die graue Nonne auf Ihren täglichen
Spaziergängen. Im Jahre 1900 könnten seine
4 Töchter das erste mal gemeinsam die Nonne über
den Rasen wandeln sehen.
Bild links: Die Pfarrei mit 14 Zimmern
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Der damals bekannte Geisterforscher
Harry Price ging 1929 den Phänomenen auf den
Grund und registrierte die verschiedensten Aktivitäten.
Unter anderem auch wahre Poltergeistphänomene
wie Gegenstände die durch die Luft flogen.
1930 wurde die Pfarrei von Pfarrer Lionel Foyster
und seiner Frau Marianne übernommen. Schon bald
wurde Marianne auf Wänden und Papierfetzen mit
flehenden Botschaften gebeten Hilfe zu holen. Mehrmals
hörte sie eine weibliche Stimme ihren Namen rufen.
Nachdem Marianne von einem unsichtbaren Angreifer
attackiert wurde verließen die Foyesters die
Pfarrei.
Harry Price und ein paar andere Forscher mieteten
sich Haus, nachdem es längere Zeit leer stand
und begann seine Arbeiten über die Borley Pfarrei.
Diese Arbeiten machten den Forscher letztendlich berühmt.
Bild rechts: Harry Price
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In der Zeit in der sich das Team in der
Borley Pfarrei aufhielt konnten mehrere Phänomene verzeichnet
werden. Innerhalb kürzester Zeit gab es Temperaturschwankungen
von bis zu 10° Grad. Steine und Seifenstücke rollten
über den Boden und es breitete sich Weihrauchgeruch
in den Räumen aus. Ein von Price erbetener Exorzismus
durch einen Mönch wurde mit einem Kieselhagel beantwortet.
Trotz das sich die Phänomene während des Aufenthalts
von Price und seinem Team immer mehr häuften und an
Intensität zunahmen war es nicht möglich die Geister
zu fangen oder weitgehend zu erforschen. Skepsis machte
sich breit.
Die Pfarrei blieb weiterhin leer und stand fest an Ort und
Stelle. Ein Abriss kam nicht in Frage.
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1938 ging die Pfarrei in den Besitz
von Kaptain H. Gregson über. Erneut gab es Erscheinungen
und unerklärbare Phänomene. Wieder wurde
die graue Nonnen gesehen und Gregsons beide Hunde
waren spurlos verschwunden.
1939 entflammte die Pfarrei in einem riesigen Inferno.
Eine wie von Geisterhand umgefallene Öllampe
entzündete das Haus und zerstörte es. Augenzeugen
berichteten während des Brandes eine Nonnengestalt
in einem der oberen Fenster gesehen zu haben.
Doch selbst in den Ruinen der Borley Pfarrei hatte
es gespukt. Der Chauffeur Herber Mayes für während
des 2. Weltkrieges des öfteren an den Ruinen
vorbei und berichtete von Hufgeräuschen die aus
der Ruine drangen. Lichter waren in den Rußgeschwärzten
Fenstern zu sehen, so dass mehrfach die Luftschutzwächter
gerufen werden mussten.
Ein junges Mädchen fand 1949 den Schleier einer
Nonne auf dem Kirchhof von Borley und ein Mann traf
die graue Nonne auf einer ihren üblichen Spaziergängen.
Die Scheinwerfer an Autos oder die Beleuchtung von
Kameras vielen plötzlich aus. Ebenso erloschen
Fackeln auf unerklärliche Weise. Man vernahm
weiterhin Schritte auf dem Kirchhof und wie von Geisterhand
gespielte Orgelmusik erklang über das Grundstück
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Bild oben: Ein fliegender Ziegel in den Ruinen
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1937 versuchte man in London mit Hilfe des Mediums
Helen Glanville dem Spuk auf die Spur zu kommen.
Helen Glanville fand heraus dass es sich bei der
Nonne um die Nonne Marie Lairre handelte und sie
für all diese Phänomene verantwortlich
sei. Sie wurde gezwungen ihr Gelübde aufzukündigen
um in die Familie Waldegrave in Borley Manor einheiraten
zu können. 1667 fand man Marie Lairre erwürgt
und ermordet auf dem Gelände der Pfarrei.
Man begann an der Stelle mit Ausgrabungen und Beweise
für diese, von Helen Glanville aufgestellte
Behauptung, zu finden. Es wurden die sterblichen
Überreste einer jungen Frau zu Tage getragen,
die mit religiösem Schmuck versehen war und
in einem Brunnen begraben wurde.
War dieser Fund die Erklärung für all
die Phänomene und den Fluch den die Pfarrei
Borley umgab?
Heute stehen Häuser auf dem Gelände auf
dem einst die Pfarrei ihren Standort hatte. Und
noch heute leben die Legenden und der unheimliche
Ruf an diesem Ort.
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