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Nördlich der schottischen
Hafenstadt Dundee befindet sich, im breiten Mündungs-becken
des Tay, das Glamis Castle. Diese mächtige Festung,
die mit ihren Spitzürmen und malerischen Zinnen
an ein Märchenschloss erinnert, ist der Stammsitz
der Grafen von Strathmore. Hinter den Mauern von Glamis
soll sich jedoch ihr Familiengeheimnis, welches immer
vom Vater nur an den 1. geborenen Sohn an seinem 21.
Geburtstag weitergegeben wurde, verbergen, einem der
berühmtesten Spukschlösser der Welt.
Es ist historisch belegt das hier ungewöhnliche Dinge
vorgingen. Das Schloss liegt heute inmitten eines
Zentrums dreier Städte mit biblischen Namen,
welche ein Dreieck um das Schloss bilden. Die Männer,
welche die Städte erbauten, sollen eine hohe
Achtung vor des Zorn Gottes gehabt haben.
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Und Glamis, soll sich laut Aussagen
der Einheimischen, diesen Zorn durch die Sünden
des ersten Schlossherren zugezogen haben. Der heutige
Schlossherr ist bei seinen Pächtern sehr beliebt.
Anders war es bei seinen früheren Vorfahren.
Zumindest auf einen von ihnen geht der Schrecken von
Glamis zurück.
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034 wurde der schottische König
Malcolm II auf Glamis von einer Horde rebellen mit
einem Breitschwert, dem Claymore, erschlagen. Das
Blut des sterbenden floss, laut Bericht, mit jedem
Tropfen in den Fussboden ein und bildete einen großen
Fleck. Dieser soll noch immer in einem der Zimmer
zu sehen sein. Dies lässt sich allerdings nicht
bestätigen, da der Fussboden des Zimmers laut
den Archiven, erneurt wurde. Malcolms Mörder
jedenfalls zählen mit zu den Opfern von Glamis.
Denn als sie über einen zugeforenen See flüchten
wollten, brach das Eis und sie ertranken.
König Robert II vererbte Glamis der Familie Lyon,
deren alter Familiensitz Forteviot gewesen war und
auf dem ein alter großer Trinkbecher seit alters
aufbewahrt wurde, und eng mit dem Schicksal der Familie
verknüpft war.Laut Überlieferung wurde die
Famlie Lyon ein Fluch treffen, sollten sie das "Glückspfand"
von seinem angestammten Ort entfernen. Sir John nahm
den Becher trotzdem mit auf Glamis. Und mit ihm der
Fluch. 11 Jahre später wurde John bei einem Zweikampf
getötet. Man ging eigentlich immer davon aus
daß sich ein solcher Fluch innerhalb eines Jahres
erfüllen würde. Möglicherweise hat
der Becher auch 150 Jahre später die Ereignisse
beinflusst. König James V. lies Lady Janet Douglas,
die Herrin von Glamis, wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen
verbrennen. Das Schloss ging somit in den Besitz der
Krone über. Es stellte sich jedoch heraus das
Janet unschuldig war und zu unrecht auf dem Scheiterhaufen
verbrannt wurde. Somit ging das Schloss zurück
an Janet Douglas Sohn. Janets Geist soll noch heute
durch die langen Gänge und Flure von Glamis,
als "graue Lady" umherwandeln und die Bewohner
und Besucher erschrecken.
Weiterhin bekannt wurde der Schrecken von Glamis durch
Patrick, den dritten Earl of Strathmore. Er galt im
17. Jahrhundert für viele Menschen als Verkörperung
des Fluches. Er war für seine alkoholischen Ausschweifungen
und als Lebemann und Spieler bekannt. Einzelheiten
seines Charakters und seines Lebens wurden in den
Sagen natürlich weiter ausgeschmückt. Auch
seine Zwiespältigkeit gab dem Rästel zusätzlich
Nahrung. Er schien jedoch, trotz seines wüsten
Lebenswandels, um das Wohl seiner Bediensteten und
Pächter sehr besorgt und lies Hütten zum
Wohle von Alten und Bedürftigen, die in seinem
Diensten standen, bauen.
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Über Earl Patrick sind 2 wesentliche
Geschichten überliefert. Er soll Vater eines
missgebildeten Kindes gewesen sein, welches im Schloss
vor den Blicken der Welt verborgen wurde. Die zweite
sagt daß er seine Seele bei einem Kartenspiel
mit dem Teufel verlor. Für die erste Geschichte
gibt es auf einem Gemälde, welches im Schloss
hängt, Andeutungen. Neben Patrick sind auf
diesem Bild das Schloss Glamis, ein anmutendes Kind
und ein Junger Mann in Kniehosen zu sehen. Sie bilden
die Mitte des Bildes. Im Vordergrund des Bildes
sind jedoch 2 Windhunde zu sehen, die ihre Blick
starr auf eine Gestalt richten, die rechts neben
Patrick zu stehen scheint. Auch diese Gestalt ist
ebenso wie Patrick selbst, schick gekleidet in einem
Brustharnisch. Bei der Gestalt wirkt dieser jedoch
geschickt an die Muskeln eines wohl missgebildeten
Rumpfes angepasst. Ebenso scheint der Linke Arm
dieser Gestalt verkürzt. Ob der Künstler
das jedoch nach einem lebenden Vorbild gezeichnet
hatte und darauf wirklich der Schrecken von Glamis
zu sehen ist, ist weiterhin fragwürdig.
Bild links: Earl Patrick
III und seine Kinder auf einem Gemälde des
Drawing Rooms
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Die zweite Geschichte in der Patrick seine
Seele verloren haben solle, spielte sich eines Samstagabend
ab, als Patrick mit dem Grafen von Crawford Karten spielte.
Ein Diener kam herein und erinnerte sie daran daß
der Sabbat anbrach. Ihnen war das jedoch gleichgültig
und Patrick fügte noch zu daß der Teufel doch
selbst kommen könnte um mitzuspielen. Um Mitternacht
soll der Teufel dann tatsächlich erschienen sein. Ihre
beiden verlorenen Seelen sollten sie nun dazu verdammen
als gottlose, bis zum jüngsten Tag, in diesem Raum
Karten zu spielen. Dieser Pakt sollte wohl erst nach Patricks
Tot in Kraft treten. Denn man sah in auch andernorts sein
ungezügeltes Leben führen. Jahre später,
1957 beschwerte sich die Dienerin Florence Foster, in einem
Zeitungsartikel, daß sie mitten in der Nacht die beiden
Earls beim Spiel gehört habe. Laut einem Gerücht
zu folge, soll es in dem Schloss einen geheimen Raum geben,
den nur der Schlossherr kennt. Und niemand weiß genau,
welchen der etwa 100 Räume Patrick für sein teuflisches
Spiel genutzt hatte.
Eine weitere Geschichte erzählt von einem graubärtigen
Mann der 1486 in Fesseln verhungerte. Ein späterer
Bericht, der wohl auch aus der Zeit vor Patrick stammte,
berichtete über eine Gruppe der Ogilvies, die nach
Glamis kamen um Schutz vor dem feindlichen Clan der Lindsays
zu suchen. Der Earl of Strathmore soll sie tief im Schloss
in einer Kammer untergebracht und sie dort verhungern lassen
haben. Der Sage zu folge sollen sie nicht sofort verhungert,
sondern sollen zum Kannibalismus übergangen sein. Sie
sollen sich sogar das Fleisch der eigenen Arme ausgerissen
haben um etwas länger leben zu können.
Es existieren noch weitere Geschichten. So zum Beispiel
von einem knöchernden und spindeldürren Gespensts
welches Jack The Runner genannt wird. Auch soll der Geist
eines schwarzen Pagen umherirren, der wohl aus dem 17. oder
18. Jahrhundert zurück zu führen ist, als junge
Sklaven von den westindischen Inseln kamen. Im Uhrenturm
soll eine weiße Lady spuken.
Niemand kennt das Geheimniss und den Schrecken von Glamis.
Der 13. Earl of Strathmore, Claude Bowes-Lyon, schien vom
Glamis-Schrecken besessen zu sein. Einem engen Freund erzählte
er:Wenn du den Ursprung des Geheimnisses erraten könntest,
würdest du auf die Knie fallen und Gott dafür
danken daß es dich nicht betrifft. Es war auch Claude
der einem Arbeiter samt Famlie eine Überfahrt nach
Australien bezahlten, nachdem dieser Zufällig einen
geheimene Raum betrat und vom Schrecken überwältigt
wurde. Claude lies ihn geheimhaltung schwören und schob
ihn kurz darauf in die Kolonie ab.
In den 20er Jahren diesen Jahrhunderts, beschlossen ein
paar Jugendliche die geheime Kammer aufzuspüren. Sie
hingen aus jedem der Fenster die sie fanden, ein weißes
Leinentuch. Vom Park aus konnten sie dann sehen daß
nicht aus jedem Fenster ein Tuch hing. Es stellte sich also
heraus daß sie tatsächlich nicht zu jedem Raum
einen Zugang gefunden hatten. Somit ist der Schrecken von
Glamis noch immer ein Geheimnis. Selbst wenn der Sohn von
Claude sein Schweigen brach und seinem Gutsverwalter das
Geheimnis anvertraute, weigerte sich dieser noch je eine
Nacht auf Glamis zu verbringen oder über das Geheimnis
zu berichten. Auch das Bitten und Dängen der Schwietgertocher
das Geheimis doch zu offenbaren, brachte keine Klärung.
Ihr wurde lediglich erwiedert: Es ist ein Glück daß
Du das Geheimnis nich kennst und niemals kennenlernen wirst.
Wenn du es wüsstest, könnteset Du niemals wieder
eine glückliche Frau sein.
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