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Vernando wunderte sich als er langsam wieder zu Bewußtsein
kam. Ich bin doch nicht tot? Was Vernando noch nicht
wusste war das der Tote Ihm in den Hals biss kurz
bevor bei ihm die Lichter ausgingen. Er verspürte
keine Schmerzen und auch sonst schien alles ok zu
sein. Vernando schaute sich um und sah wieder die
Leichen, die um ihn herum lagen. Auch den Geschmack
der modernden Luft schien ihn nicht mehr zu stören.
Die Gedanken in seinem Kopf pulsierten förmlich
und ihm wurde schwindelig durch die Verarbeitung der
letzten Minuten oder waren es gar Stunden? Erst jetzt
als er sich in den Nacken fäßt um die Schwindelgefühl
loszuwerden merkte er etwas nasses an seinem Hals.
Mit weit aufgerissenen Augen bemerkt er dass die nasse
leicht klebrige Masse Blut war. Es war sein Blut.
Hatte er sich ein Wunde zugezogen beim Fallen? Wohl
eher nicht. Also muss der Tote ihn doch verletzt haben.
Also war es doch keine Täuschung. Als Vernando
aufstehen wollte spürte er eine helfende Hand.
Der Tote stand plötzlich wieder neben ihm. Er
stellte sich vor als Graf Markus Devil. Vernando verstand
nicht und wich aus menschlichem Instinkt zurück.
Doch der Graf sagte: "Keine Angst du bist nun
einer von uns". "Wie einer von euch?"
fragte er aufgeregt. "Nun gut, ich habe dich
zu einem Vampir gemacht. Deine Fähigkeiten werden
sich noch mit der zeit weiterentwickeln." antwortete
der Tote. "Wie meine Fähigkeiten werden
sich noch entwickeln, ich verstehe nicht" wiedersprach
Vernando verwirrt. "Nur ruhig mein Junge, du
wirst eines Tages verstehen was ich für dich
getan habe."Vernando versucht sich zu sammeln
und schüttelt sein Haupt vor Fassungslosigkeit
und des nicht Verstehens.
Ralf Wennington kam nun zu dem Punkt wo Vernando
vermutet wurde. Was er sah ließ ihn verdutzt
stehen bleiben. Als er einige Sekunden verharrte und
sich schließlich fasste, schaute er neugierig
in das Loch welches sich am Bollwerk befand. Hmm das
sieht merkwürdig aus, hatte meie Vater damals
recht gehabt? Fragte er sich innerlich. Also stimmt
die Geschichte doch das der linke Stollen damals zum
Einsturz gebracht wurde. Ralf wagte erst gar nicht
durch die Öffnung zu schauen. Doch seine Neugier
überwindet er recht schnell. Als er seinen Kopf
durch die Öffnung steckte, lief ihm der blanke
Schauer über den Rücken. Was er zu sehen
glaubte, vermag er gar nicht in Worte zu fassen. Er
erblickte in die große Halle, die sich ihm wie
eine prunkvolle Empore darstellte.
Er versucht sich durch die Öffnung zu schieben.
Was sich als leicht schwierig herausstellte, da seine
Körperfülle doch ein wenig zu groß
war für die Öffnung. Als Ralf es nun doch
geschafft hatte und nun komplett in der Halle stand,
sah diese noch prunkvoller aus als wenn man lediglich
durch die Öffnung schaute. Mit staunenden Augen,
die leicht glasig wirkten, schaute er sich um. Noch
hatte Ralf die Leichen nicht entdeckt und auch Vernando
und den Grafen konnte er noch nicht sehen.
Doch die beiden hatten Ralf Wennington schon bemerkt.
Vernando fühlte wie sein Herz anfing schneller
zu schlagen und einen gewissen Durst nach Blut zum
Ausdruck brachte. Der Graf bemerkte wie das verlangen
bei Vernando immer größer wurde. Doch noch
hielt er ihn zurück und sagte zu ihm: "Werde
Herr deines Verlangens erst dann wirst du die volle
Macht der Vampire entwickeln".
Ralf Wennington ging immer weiter in die Höhle
hinein, um sich dessen Ausmaßen gewiss zu werden.
Als Ralf noch einige Schritte gegangen war und er
sich umdrehte, blieb er verdutzt stehen. Nicht weit
entfernt stand Vernando aber er war nicht allein.
Wer mag das wohl sein fragte er sich innerlich, ein
Fremder wäre nie hier runter gekommen. Ralf beschloss
sich in Richtung Vernando und dem Fremden auf den
Weg zu machen.
Als er Wennington nun nah genug bei Vernando und dem
Fremden war, staunte er erst nicht schlecht, da der
Fremde in erstklassiger Kleidung da stand. Wie Ralf
es nun mal so seine Art war ließ er gleich den
rauen ton anspielen und fragte Vernando, was der Fremde
hier unten zu suchen hätte. Vernando antwortete
dass das sein Onkel wäre, der ihn hier unten
mal besuchen wollte. Doch Ralf stutzte dabei, weil
Vernando ihm mal gesagt hatte, in einem Gespräch,
dass er keine Verwandten mehr hätte. Also was
sollte dann die Maskerade mit dem Verwandten? Ralf
sprach ihn darauf an, aber Vernando kam gar nicht
dazu zu antworten, denn der Graf stellte sich Ralf
Wennington vor und schilderte dass er aus Peru angereist
wäre um seinen letzten Enkel mal persönlich
kennen zu lernen, da es um seine Person nicht so gut
bestellt wäre. Ralf Wennington musterte den alten
Mann, der recht gebrechlich aussah, von oben bis unten.
Was er dabei nicht beachtet hatte, war das bei Vernando
solangsam die Eckzähne zum Vorschein kamen und
seine Augen blutunterlaufen waren, vor gier nach frischen
Blut.
Gerade, just in diesem Momentan, schaut Ralf zu Vernando,
sah das Blitzen und erschrack plötzlich. Das
Entsetzen konnte man ihm vom Gesicht ablesen. Wie
eine Salzsäule erstarrt, stand Ralf da, konnte
den Augenblick nichts machen. Sein Körper fühlte
sich an wie gelähmt. Er musste mit ansehen, mit
welch einem Satz Vernando auf ihn zukam. Dann hörte
er die schrecklichen Worte: "Du wirst sterben,
dein Blut wird mich am Leben halten Du elender Wicht".
Kaum ausgesprochen stand auch Vernando nun vor ihm,
mit gebleckten Zähnen und blutunter-laufenden
Augen sah er ihn an. Sein Mund war weit aufgerissen
und man konnte nun, in dem gleißenden Licht,
die Zähne erkennen, die wie scharfe Messer im
Licht aufblitzten. Aus den entsetzten Augen von Ralf
Wennington konnte man die pure Angst schon förmlich
erkennen. Seine Steifheit vom Körper konnte er
einfach nicht überwinden und musste mit ansehen
wie die Zähne sich in seinen Hals bohrten. Der
Schmerz ließ ihn aufschreien und er musste tatenlos
miterleben wie Vernando ihn bis auf den letzten Tropfen
Blut aussaugte.
Der Körper zu dem der Name Ralf Wennington passte
war nur noch als blutleere Leiche zu erkennen. Graf
Markus Devil scheute sich nicht zu Vernando zu gehen
um ihn zu gratulieren, für seine erste Tat. "Aber
es wird noch Andere geben, die nach deinem wahren
Tod trachten werden", sagte der Graf zu Vernando.
"Bedenke eines, wenn es Tag wird, musst du dich
verkriechen, sonst stirbst du". Aber Vernando
h örte den Alten schon gar nicht mehr, da seine
Gedanken ihn so beschäftigten dass er sich mit
windeseile aus der prunkvollen Halle entfernte und
mit wahnsinns Tempo in Richtung der Arbeiter stürmte.
Nun folgte ein wahres Schlachtfest, denn Vernando
lief einen wahren rausch. Er metzelte alle nieder,
alle die in seiner Schicht gearbeitet hatten. Ein
wahres Blutfest könnte man sagen, wurde dort
veranstaltet. Als Vernando nun auch den letzen Menschen
das Blut ausgesaugt hatte, merkte er das sein Leben,
was er bis dahin fristete, so nicht weiter leben konnte.
Vernando ließ einen Urschrei los, der es voller
Wut und Verzweiflung in sich hatte. Doch das half
ihm nun nicht mehr. Vernando sollte nun als Untoter
sein Leben fristen und Menschen töten umso weiterleben
zu können. Seit diesem Tag krasieren die Gerüchte
um Vernando, dass er bei einem Unglück ums Leben
gekommen sei. Andere behaupten dass er verflucht sei
auf ewig in dieser Mine sein Unwesen zu treiben.
Diese Geschichte um Vernando Rodruigez wird heute
noch den Kindern im Dorf Vera Cruz immer bei einem
Lagerfeuer erzählt. Wo sie sich dann an die Erwachsenen
anlehnen um sich in Sicherheit zu wiegen. Die Mine
gibt es zwar doch sie ist seit mehreren Jahren stillgelegt.
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