Spuk im Museum of Science and Industry


Chicago / USA - Das Mitmach- und Erlebnismuseum "Museum of Science and Industry" am S. Lake Shore Drive in der 57th Street beherbergt wissenschaftliche und technologische Errungenschaften aus dem 20. Jahrhundert und ist eines der beliebtesten Museen von Chicago. Vom 18.11.2005 bis 08.01.2006 präsentieren sich dort fünfzig ausgefallene und schillernde Weihnachtsbäume. Das Weihnachtsevent des Jahres soll einem Jahrhundert gewidmet werden, als Geschenke noch in Packpapier gewickelt wurden und sich die Familien vor einem altmodischen Radio versammelten, um Weihnachtslieder zu hören. 1893 wurde auf dem Jackson-Park-Gelände, im Süden Chicagos, mehrere Pavillons für die Weltausstellung errichtet. Die Gebäude bestanden größtenteils aus Holz, Gips und Leinen, welche mehreren Bränden zum Opfer fielen. Letztendlich blieb lediglich das ehemalige Kunstmuseum, heute das "Museum of Science and Industry", erhalten.

Doch nicht nur die festlich geschmückte Ausstellung wird dem Publikum eine bleibende Erinnerung sein, auch der "Hausgeist" Clarence Seward Darrow wird wahrscheinlich für allerlei Gesprächsstoff sorgen.

 

Seit ca. 15 Jahren kursieren Gerüchte, dass es an der Hintertreppe des "Museums of Science and Industry" spukt. Eine Gruppe Museumsbesucher sah dort den Geist eines adrett gekleideten älteren Mannes, der in einem Kamelhaarmantel lässig an der Treppe stand. Als sie die jenseitige Gestalt ansprachen, kam keinerlei Reaktion zurück. Die Augenzeugen berichteten, dass sie plötzlich das Gefühl hatten, dass das Phantom überall zugegen war und die Gruppe umkreiste. Er war anwesend und doch nicht präsent, erklärten sie einstimmig. Kurze Zeit später erzählten auch andere Besucher von ähnlich mysteriösen Erlebnissen.

Oftmals erblicken die Museumsgäste eine befremdliche, dunkle, menschenähnliche Silhouette am Treppenabsatz der Südseite des Gebäudes, die keineswegs irdisch sein kann, denn die anwesenden lebenden Personen warfen keine Schatten, erklärte ghostresearch.

Im Jahre 1993 war es Gary Phipps aus Middlebury/Indiana gelungen, den Geist zu fotografieren. Auf den Bildern zeichnete sich eine nebulöse Rauchwolke am Treppengeländer ab. Beim genaueren Hinsehen kristallisierte sich ein Gesicht heraus.

Fünf Jahre später konnte auch Mr. Phipps Fotos von einem seltsamen Nebel vorweisen. Er knipste sie während einer Besichtigungstour. Der weiße Dampf stieg unerwartet auf, als er die Umgebung des Museums aufnahm.

In der Nähe des Museums wurde im Jahr 1938 die Asche des amerikanischen Rechtsanwaltes Clarence Seward Darrow (18.04.1857 – 13.03.1938) verstreut. Darrow kämpfte einst gegen die Todesstrafe, setzte sich für die Rechte der Arbeiter ein und befürwortete Gewerkschaften. Ob es tatsächlich der Geist des verstorbenen Juristen ist, der sich hin und wieder an der Museumstreppe sehen lässt, ist bis heute ungeklärt.


© Skully Van Funkel