Spuk in Las Vegas


Las Vegas/USA - In Las Vegas wird zurzeit eine Bar zum Verkauf angeboten, in der man nicht nur im betrunkenen Zustand Gespenster sehen kann. Don Hedrick, der sein Geschäft seit 40 Jahren betreibt, möchte sich zur Ruhe setzen und seinen "Pioneer Saloon" in Goodsprings sowie zwei Gebäude so schnell wie möglich veräußern. Das Verkaufsangebot von 1,35 Millionen US-Dollar ist durchaus angemessen, zumal er auch seine hauseigenen Geister anbietet.

Das Haus, in dem sich der Saloon befindet, wurde bereits 1913 erbaut und wird unter anderem von Paul Croski, einem längst verstorbenen Gast, heimgesucht. Anscheinend war der Minenarbeiter zu Lebzeiten den weltlichen Genüssen nicht abgeneigt, trank mehr Alkohol, als er vertragen konnte und frönte gern dem Pokerspiel. Eines Tages wurde ihm das Kartenspiel zum Verhängnis. Croski forderte von Joe Armstrong, einem Mitspieler, seine gewonnenen zehn US-Dollar, doch dieser wollte ihm den Betrag nicht auszahlen.
 
Daraufhin entstand wohl ein heftiger Streit, der in einer wilden Schießerei endete. Croski wurde zweimal getroffen und konnte nur noch als Leiche den Saloon verlassen. Jahre später kam er als Spukgestalt an den Ort des Geschehens zurück und geistert seitdem, im wahrsten Sinne des Wortes, durch die Wände der Räumlichkeiten.

 

Auch Carole Lombard, die dritte Ehefrau von Filmstar Clark Gable, wohl jedem als Rhett Butler aus dem Kinohit "Vom Winde verweht" bekannt, soll sich hin und wieder im Pioneer Saloon blicken lassen. Am 16.01.1942 kam die Schauspielerin durch einen Flugzeugabsturz am Rock Mountain in Nevada ums Leben. Clark Gable verkraftete den Tod seiner über alles geliebten Gattin nicht, ging öfter in den Saloon und ertränkte dort seinen Schmerz im Alkohol. Der Geist der verunglückten Carole Lombard kommt seitdem öfters mal vorbei und sucht ihren geliebten Clark Gable, weiß Barkeeperin Cindy Niles zu berichten.

Auch Karen Cobb, die elf Jahre im Pioneer Saloon arbeitete, ist davon überzeugt, dass paranormale Phänomene die Bar frequentieren. Gesehen hätte sie bis jetzt keinen, doch man könnte die außergewöhnliche Atmosphäre spüren, die in der Luft liegt, fügte sie hinzu.

Über die Jahre hinweg zog das ungewöhnliche, heimelige, andererseits auch gespenstische Flair Schauspieler, Dokumentarfilmer und Produzenten mit geringen Budgets an, die in den Räumlichkeiten die verschiedensten Filme drehten.


© Skully Van Funkel