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Variante 4: Wieder darf kein Tageslicht in die Räumlichkeiten
fallen, doch diesmal weicht das Sprech-Ritual etwas
ab. Die Mädchen singen: "Ich glaube an Mary
Worth - Ich glaube nicht an Mary Worth - Ich hasse
Mary Worth - Bloody Mary, komm zu mir - Bloody Mary,
ich habe dein Baby", während im Hintergrund
ein christliches Gebet gemurmelt wird.
Variante 5: Eine kleine Gruppe glaubt, dass der Erfolg
der Zeremonie vom Wochentag abhängig ist und
zelebrieren Variante 1 nur an einem Freitag.
Den Nachforschungen von Patty A. Wilson zufolge, birgt
das Beschwörungsritual durchaus psychische Gefahren.
Nach dem Partyspiel bekamen einige der Mädchen
hysterische Anfälle, andere wiederum leiden seitdem
an Angstzuständen, sobald sie in einen Spiegel
schauen.
Bloody Mary soll vor hundert Jahren tatsächlich
gelebt haben und an den Folgen eines Unfalls gestorben
sein. Ihr Gesicht wäre von den mannigfaltigen,
blutenden Schnittverletzungen total entstellt gewesen.
Eine Legende besagt, dass man sie herbeirufen kann,
wenn man sich vor einen Spiegel stellt und ihren Namen
singt. Sollte die Lady im Spiegel erscheinen, dürfte
kein Lichtstrahl ihr Antlitz erhellen, da man sonst
selbst einen ähnlich gelagerten Unfall erleiden
würde.
Das Getränk Bloody Mary soll nach der englischen
Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Diese
hatte aufgrund ihrer blutigen Protestantenverfolgung
im 16. Jahrhundert diesen Beinamen von ihrer Nachfolgerin
auf dem Thron, Elisabeth I., erhalten.
Die erste Bloody Mary wurde in den 1920ern in Harrys
New York Bar in Paris von Fernand Petoit gemixt und
bestand aus gleichen Teilen Wodka und Tomatensaft.
Als Petoit in den 1930ern nach New York in die King
Cole Bar (St. Regis) kam, stellte er dort seinen Drink
vor. Das Hotel wollte den Drink in Red Snapper umbenennen.
Dazu kam es aber schließlich doch nicht. Petoit
verfeinerte seine Kreation mit schwarzem Pfeffer,
Salz, Tabasco und Worcestershire Sauce, da ihm der
Drink zu fad war. So entstand der amerikanische Klassiker.
Ursprünglich wurde wohl in den USA statt Wodka
Gin verwendet, da Wodka in Amerika nicht weit verbreitet
war.
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