|
Der Immobilienmakler erfuhr, dass dort vor mehr als
50 Jahren ein 13-jähriger Knabe lebte, der vom
Teufel besessen war. 1949 sei es gewesen, da hätten
einige Jesuiten Priester der Saint Louis University
monatelang einen Exorzismus an dem Knaben vollzogen.
Letztendlich wäre das Kind in die psychiatrische
Abteilung des Alexian Brothers Hospital eingeliefert
worden.
Ob der Junge tatsächlich vom Teufel besessen
war, ist bis heute nicht geklärt, doch das die
Jesuiten Priester eine Dämonenaustreibung vollzogen,
lässt sich nachweisen, denn Father Raymond Bishop
hielt die gespenstische Szenerie in einem Tagebuch
schriftlich fest.
Den Aufzeichnungen konnte entnommen werden, dass
die geistliche Exorzisten-Truppe am 09.03.1949 zum
ersten Mal mit dem Jungen zusammentraf. Laut den Notizen
schrie der Junge vor Schmerzen, sein Körper bäumte
sich unkontrolliert auf und in der Haut zeichneten
sich plötzlich Buchstaben und Wörter ab.
Auf seinem rechten Bein konnten die Priester das Wort
"Hölle" erkennen, während er ihnen
vulgäre Worte entgegenschleuderte. Zwei Wochen
lang kämpften die Priester unter der Leitung
von Father William Bowdern, Tag und Nacht gegen den
Antichrist, den sie im Körper des Knaben vermuteten.
Danach wurde die 24stündige Austreibung des Jungen
zeitlich reduziert. Ingesamt dauerten die Bemühungen
der Geistlichen bis zum Winter 1949 an, danach wurde
der Junge ins Krankenhaus eingewiesen. Die Priester
gaben der Tante Ehefrau des Onkels väterlicherseits
- eine große Mitschuld an dem bedauernswerten
Zustand ihres Neffen. Sie soll, während einer
spiritistischen Sitzung, mit einem Ouija-Board gearbeitet
haben und hätte den Teufel in die Welt der Lebenden
gelockt. Noch in der gleichen Nacht wäre das
Tor zur Hölle geöffnet worden und der Satan
hätte von dem Knaben Besitz ergriffen.
Die Identität des Jungen ist bis heute umstritten,
allerdings spricht einiges dafür, dass es sich
um Ronald Hunkeler, den Sohn von Mr. Edwin E. Hunkeler
und seiner Frau Odell gehandelt hat. Kurz nachdem
der Junge aus dem Krankenhaus entlassen wurde, verließ
die Familie des vermeintlich Besessenen ihr Heim und
zog an einen unbekannten Ort.
Drei Jahre später kam die Familie noch einmal
nach St. Louis zurück. Ronald Hunkeler, damals
16 Jahre, wäre zu diesem Zeitpunkt wieder "normal"
gewesen und hätte sich zu einem netten, freundlichen
Teenager entwickelt, fügte Father Raymond Bishop
in einem Tagebuch-Anhang hinzu.
Über den weiteren Lebensweg des Ronald Hunkeler
liegt der Mantel des Schweigens. Wie es heißt
soll der über 79-jährige an der Ostküste
leben.
|