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Der Schamanismus: Wege der Erkenntnis
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Viele Menschen verbinden mit dem
Schamanismus heutzutage, die Kunst der Heilkunde und
den Zusammenhang mit dem Wicca Kult. Doch während
die Wicca zwar eine Naturreligion sind und in der
Kräuterkunde bewandert, liegt der Unterschied
zu den Schamanenkulten, wie sie überall auf der
Welt (vor allem Aber in Süd Afrika, Süd
Amerika und einigen asiatischen Ländern) vorkommen,
darin, dass die Anhänger des Wicca Kultes Erlerntes
weiter geben an spätere Generationen; Schamanen
erlangen ihr Wissen und die Fähigkeiten auf einer
gefährlichen Reise.
Schamanismus ist nicht einfach durch Seminare erlernbar,
so wie es modernen Wicca Anhängern vermittelt
wird. Der Begriff des Schamanismus leitet sich aus
dem Wort "sramanas" ab, was soviel wie den
Verzicht eines Menschen bedeutet und bezeichnet gleichzeitig
eine eigene Kultur, die bereits seit etwas 250000
Jahren vor unserer Zeitrechnung existiert.
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Der Weg zum Schamanen beginnt meistens
mit einer lebensbedrohlichen Krankheit. Die Urvölker
kannten die Aufspaltung zwischen körperlicher und geistiger
Krankheiten nicht und sahen also im Geiste auch immer den
Weg, den Körper zu heilen. Und so begibt sich der angehende
Schamane während seiner Krankheit auf eine "Reise",
auf der er sich selbst und den Weg zur "höheren
Eben" findet. Sobald der angehende Schamane den kritischen
Punkt seiner Krankheit erreicht hat, tritt er mit den mythischen
Wesen und Krafttieren des Stammes in Verbindung und erlangt
so das Wissen darüber, wie er sich selbst heilen kann.
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Nicht immer gelingt dies und
die Person stirbt. Manche verlieren den Verstand,
nur ein geringer Anteil jener, die dieses Weg eingeschlagen
haben, überleben dies. Als Außenstehender
hat man aber den Eindruck, das diese Person trotzdem
geistige Schäden erlitten hat, aus der Sicht
des Schamanen und seines Stammes ist diese Person
nun Weiser und steht im ständigen Kontakt mit
der spirituellen Welt. Dadurch nimmt er seine Umwelt
anders wahr, als Außenstehende.
Danach muss der Schamane sich auf eine lange Reise
machen, alleine, das "Wirikuta" (heilige
Land) aufsuchen, wo ihm von einem anderen Schamanen
die formalen Techniken beigebracht werden.
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1. Eine Schamanistische Visionssuche ist von größerer
Verpflichtung, längerer Dauer und verlangt mehr von
Körper und Geist als die Visionssuche eines Laien,
welche eher im Rahmen eines Passageritus oder der Einweihung
in eine spirituelle Schamanismus Gruppe stattfindet.
2. Ein wahrer Schamane hat sich einen Zugang zum
kollektiven Wissen sowie zu dem seiner Gesellschaft geschaffen.
Er besitzt vollständiges Wissen über die Jagd,
das Sammeln von Pflanzen und Heilkräutern und ebenso
über die Psychologie seiner Gesellschaft. Darüber
hinaus verfügt er über einen weitaus größeren
Wortschatz als die anderen Mitglieder seiner Gemeinschaft.
Viele von ihnen sind neben ihrem hauptsächlichen Beruf
auch Künstler.
3. Ein Schamane erhält seine Fähigkeiten
und Gaben von vielen verschiedenen Wächterwesenheiten
oder Göttern.
Mitglieder einer heidnischen Gruppe, welche mit schamanistischen
Gedankengut arbeiten, finden normalerweise ein oder zwei
Krafttiere im Laufe ihres Lebens; Schamanen verfügen
jedoch über ein ganzes, mythisches Reich von Tieren,
Pflanzen und Naturkräften, welche sie rufen und in
ihre Dienste stellen können. Aus diesem Grunde ist
ihnen ein ganzheitliches Verständnis der Mythen und
Geschichten ihrer Gesellschaft zu Eigen, welches aus ihrem
direkten, auf praktischem Wege erarbeiteten Wissen entspringt.
4. Ein Schamane ist bei Bedarf in der Lage, außergewöhnliche
Fähigkeiten zu manifestieren.
Beispiele hierfür schließen Nachtsicht, perfektes
körperliches Gleichgewichtsgefühl sowie eine außergewöhnliche
Sprungkraft ein; letztere wird als praktischer Beweis ihrer
Verwandtschaft mit den Vogelboten der geistigen Welt gesehen.
Des weiteren wäre hier die Fähigkeit, mit Messern
jonglieren sowie kleinere Verletzungen am eigenen Leib heilen
zu können oder körperliche Härten durchzustehen,
welche die meisten Menschen verletzen oder töten würden,
zu nennen.
5. Schamanen beherrschen das göttliche Feuer
der Schöpfung
6. Die einem Schamanen zur Verfügung stehenden
Heilungstechniken sind einzigartig und werden nicht mit
anderen Heilern geteilt.
7. Ein Schamane kann zur selben Zeit auf verschiedenen
Realitätsebenen agieren.
8. Ein Schamane kann andere Menschen zum Zweck der
Heilung in die Reiche der Götter (oder des Himmels)
führen, und nur ein Schamane ist in der Lage, eine
wandernde Seele zurückzuholen.
9. Der Schamane ergreift von seinen geistigen Helfern
Besitz. Im Gegensatz zur Besessenheit des Voodoo oder Santeria,
wo der loa/orixa den Körper des Mediums übernimmt
und dessen Bewusstsein teilt, übernimmt der Schamane
die körperliche oder geistige Form seines Familiaris
oder Gottes.
Der Schamane als Naturwissenschaftler:
Diese Überschrift mag einem auf den ersten Blick vielleicht
wie ein Paradoxon erscheinen, ist es aber in Wahrheit nicht.
Im Folgenden wird beschrieben, welche besonderen Pflanzen
für Schamanen und deren Völker grundlegend wichtig
sind, wie sie mit ihnen umgehen und welchen Nutzen sie von
ihnen haben. Uns muss klar sein, dass diese Völker
völlig eins mit der Natur leben, sie respektvoll behandeln
und von ihr lernen wollen.
Zauberpflanzen, welche von Schamanen genutzt werden, haben
alle eine psychoaktive oder sogar bewusstseinserweiternde
Wirkung. Sie regen Geist und Gemüt an, lösen Emotionen
aus und rufen Visionen hervor. Schamanen müssen sich
ihrer Wirkung bewusst sein, denn "die Dosis macht den
Stoff zum Gift" (Paracelsus). Voraussetzung für
die korrekte Anwendung sind auch der richtige Zeitpunkt,
der richtige Ort und die richtigen Bedingungen unter denen
sie gebraucht werden.
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Cebilbaum
Der Cebilbaum hat für Schamanen und deren Völker
eine sehr große Bedeutung. Für sie stellt
er den Baum der Erkenntnis dar. Er besitzt stark
psychoaktive, halluzinogene oder visionäre
Elemente. Besonders die Samen werden als Schnupfpulver
oder als Rauchmischung zu rituellen Zwecken genutzt.
Beim Einsaugen in die Nase ist ein leichtes Stechen
auf der Schleimhaut zu spüren. Zuerst wird
der Körper schwerer (besonders Arme und Beine)
aber mit warmem und angenehmen Körpergefühl.
Nach ca. 5 Minuten wirbeln tanzende helle Lichter
vor den Augen. Diese hüpfenden und springenden
Lichtpunkte werden zu schnell fließenden Formen
und Strukturen. (Tiahuanaco-Muster (siehe Bilder)).
Ab hier werden blasse Farberscheinungen wahrgenommen.
Anschließend nimmt die Geschwindigkeit der
Visionen ab und plötzlich sind sie vorbei.
Für einen Moment spürt man den Hauch einer
Übelkeit. Die Gesamtwirkung ist ca. 25 Minuten
lang.
Das Rauchen der Samen bedeutet für viele Schamanen
in eine andere Welt eintreten zu können, um
dort beispielsweise gegen Krankheiten zu kämpfen,
die ihr Volk bedrohen. Manchmal versucht der Schamane
mit der Krankheit, welche sich in konkreter hässlicher
Gestalt darstellt, zu reden und ihr zu erklären,
dass sie ihr Werk nicht länger verrichten darf,
meistens ist jedoch ein kräftezehrender Kampf
nötig, um die Krankheit zu töten, welcher
auch für den Schamanen lebensbedrohlich sein
kann.
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Der Ayahuasca-Trank
Der Ayahuasca-Trank wird aus einer tropischen Riesenschlingpflanze,
die in der Sprache der Inka den Namen Ayahuasca trägt,
gebraut. Dieser Begriff umfasst aber auch den daraus bereiteten
Trank und das zugehörige Ritual.
In den Blättern der Schlingpflanze befindet sich der
Wirkstoff N, N-Dimethyltryptamin (DMT). Es ist eine halluzinogene
Substanz, die in hohen Dosen geraucht oder injiziert, eines
der stärksten bekannten Halluzinogene ist.
DMT wird im Körper gebildet und auch Tiere und Pflanzen
besitzen ihn, wodurch der Stoff auch über die Nahrung
aufgenommen wird. Oral aufgenommen erreicht der Stoff das
Gehirn jedoch nicht, da er sehr rasch von einem Enzym (Monoaminooxidase)
abgebaut wird. Um dies zu verhindern, werden zuvor Monoaminooxidase-Hemmer
(kurz MAOH) eingenommen und das DMT würde ins Gehirn
gelangen können.
Durch die Einnahme von MAOH müssen strenge Diätvorschriften
beachtet werden, da Teile des Stoffwechsels vorübergehend
außer Kraft gesetzt werden und dadurch der Konsum
bestimmter Lebensmittel sehr gefährlich sein kann.
Um den Trank herzustellen werden Teile der Rinde ausgekocht,
anschließend werden noch Chacruna-Blätter oder
andere Zusätze hinzu gegeben, und die Mischung solange
über dem Feuer gekocht, bis eine dickflüssige
Masse entsteht. Meist wird dem Trank noch eine zweite Pflanze
zugefügt (MAOH), um die volle Wirkung zu erreichen.
Die Wirkung ist stark psychoaktiv oder stark visionär
und hält zwischen eineinhalb und vier Stunden an.
Dabei wird von Reisen zu anderen Planeten, mystischen Gottes-
und außerkörperlichen Erfahrungen berichtet.
Generell sind bei der Einnahme halluzinogener Dosen sehr
heftige Effekte zu erwarten, so kann es auch zu Angstzuständen,
deren Folgen Traumata sind, kommen. Bei oraler Einnahme
mit MAOH stellt sich auch meist starkes Erbrechen begleitet
von Durchfall ein. DMT wirkt intensiv auf den visuellen
Cortex des Gehirns ein, und führt zu einer ausgeprägten
Veränderung des visuellen Erlebens. Vor allem bei höheren
Dosierungen kann es zum Erleben anderer Wirklichkeitsdimensionen
kommen, die als real existent erfahren werden.
Die Schamanen führen die Wirkung des Trankes allerdings
nicht auf seine Inhaltsstoffe oder die körperliche
Reaktion zurück, sondern auf die Pflanzenseele, welche
in ihm wohnt und sich den Menschen, welche Ayahuasca zu
sich nehmen, zeigt. Um eine ihnen unbekannte Pflanze und
deren Wirkungen zu erforschen mixen die Schamanen diese
in den Ayahuascatrank, weil sie daran glauben, dass sich
der Pflanzengeist in dieser Kombination ihnen öffnet
und sie mehr über die neue Pflanze erfahren. Sie verwenden
DMT für die Heilung ihrer Patienten.
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Der Guayasa-Trank
Guayasa ist eine bedeutende Pflanze, welche heute noch in
großen Plantagen angebaut wird. In manchen Völkern
wird ein Trank aus dieser koffeinhaltigen Pflanze gebraut,
welcher täglich in ritueller Form zu sich genommen
wird. Die Blätter werden zum Trocknen aufgehängt
und dann wird dieses Getränk ca. eine Stunde lang gekocht,
um seine Kräfte vollends zu entfalten. Für einen
Tee werden in der Regel fünf Blätter verwendet,
von denen eines 1, 7-1, 8% Koffein enthält. Es wurden
Wildpflanzen gefunden, deren Blätter jeweils 7, 6%
des Wirkstoffes besaßen, das war allerdings auch der
höchste Gehalt. Es gibt einen Stamm, der einen besonders
starken Trank braut, in welchem 3, 3% Koffein sind.
Die Männer trinken morgens etwa 2, 2 Liter, oft erbrechen
sie die Hälfte, nachdem sie den Trunk zu sich genommen
haben, was aber auch zum Ritual gehört. Das Erbrechen
dient dazu die unverdauten Essensreste des Vortages auszuscheiden,
sowie einer Überdosis vorzubeugen. Das bedeutet, dass
sie trotzdem noch 690 mg (entspricht 8 Tassen Kaffee) im
Körper behalten. Der Trank macht sie stark und nimmt
ihnen das Hungergefühl während des ganzen Tages,
was gerade beim Jagen vorteilhaft ist. Die Männer dieses
Stammes kochen die Blätter stunden- oder sogar nächtelang.
Obwohl Frauen und Kinder den Trank auch zu sich nehmen dürfen,
ist es ihnen nicht erlaubt, ihn zuzubereiten.
Das Koffein wirkt zunächst auf das Gehirn. Abhängig
von der aufgenommenen Dosis regt es das Herz über den
Herzmuskel zu stärkerer Pumpleistung an, es beschleunigt
die Atmung und den gesamten Stoffwechsel. Die Blutgefäße
werden erweitert, die Durchblutung aller Organe verbessert.
Die Gefäße des Gehirns ziehen sich leicht zusammen
und der Blutdruck wird vorübergehend leicht erhöht.
Die Koffeinmenge liegt dabei bei 300 mg.
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Das Curaregift
Geschichtliche Entstehung: "Einst bemerkten die alten
Männer, die jagen gingen, dass der Sperber die Rinde
von bestimmten giftigen Sträuchern aufkratzte, bevor
er seine Beute angriff. Diese starb sofort, wenn sie von
seinen giftigen Krallen verwundet wurde. Da versuchten die
alten Männer, die spitzen ihrer Pfeile in den Saft
dieser Rinden einzutauchen, und sie erlegten das Wild leichter,
denn die Tiere wurden wie betäubt. "
Curare ist ein aus vielen verschiedenen Substanzen hergestelltes
Pfeilgift, welches Indianer verwenden. Jeder Stamm hat sein
eigenes Rezept und daher ist es ungewöhnlich, dass
all diese Gifte unter dem Namen Curare bekannt sind. Übersetzt
heißt es soviel wie "gekochter Tod". Ein
Hauptbestandteil des Curaregiftes sind Curarin und Tubocurarin
sowie Rinde und Holzsplitter des Kletterstrauches. Der Knorpelbaum,
die Kokkelskörner, verschiedene Pfefferarten und einige
Wolflmilchgewächse gehören ebenfalls zur Zubereitung.
Das Pfeilgift hat innerlich eingenommen keine Giftwirkung,
sondern nur wenn es in Kontakt mit Blut kommt erfolgt eine
Lähmung. Es ist ein muskelentspannendes Gift. Seine
lähmende Wirkung zielt auf die Reizübertragung
von den Nerven zu den Muskeln. Dabei werden die Bindungsstellen
am Acetylcholin-Rezeptor besetzt, ohne diesen zu aktivieren.
Zum Tode führt letzten Endes Atemstillstand durch Lähmung
der Atemmuskulatur. Curare wirkt bei Aufnahme über
die Blutbahn, nicht aber über den Verdauungstrakt,
tödlich; der Genuss der erlegten Beute ist daher ungefährlich.
Als Gegengift für Curare dient ein anderes Gift, was
wiederum mit einem Anderem verdrängt wird usw. Dabei
werden immer weniger starke Gifte verwendet, um wieder zum
normalen Zustand zurück zu gelangen.
Die Indianer glauben, dass in jeder Pflanze, welche für
die Giftzubereitung nötig ist ein Pflanzengeist wohnt
und all diese Geister ihre Kräfte vereinen, um das
Opfer zu töten. Die Geister fühlen sich jedoch
ins Gift eingesperrt und wollen den Menschen, der das Curare
zubereitet, töten. Damit erklären die Indianer
die tödliche Gefahr, welcher sich die Schamanen aussetzen,
wenn sie Curare herstellen.
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Neoschamanismus:
In den letzten Jahren konnte man beobachten, dass es vermehrt
zu einer spiritistischen Bewegung kam, in der auch der Schamanismus
in Europa wieder auflebte.
Natürlich gibt es deutliche Unterschiede, es werden
keine Kinder aus dem sozialen Umfeld gerissen und unter
Drogen gesetzt.
Von daher entstand auch der Begriff Neoschamanismus. Er
soll den neuen, westlichen Schamanismus vom traditionellen
abheben. Abheben im Sinn von, den Unterschied zeigen, nicht
überbewerten.
Denn eines ist klar, die Frage ob man den westlichen oder
traditionellen Schamanismus als "besser" einstufen
soll, kann nur mit nein beantwortet werden. Keiner ist besser
als der andere, es ist Ansichtssache. Die Grundüberzeugung
prägt das Bild des Schamanismus, diese Unterscheiden
sich immer, von daher muss es Unterschiede geben. Nicht
wertend, nur realisierend.
Ein wesentlicher Aspekt, neuerer Schamanenkulte, sind Voodoo
Praktiken, die für negative Ergebnisse gebraucht werden.
Der Schamane des alten Glaubens, benutzte seine Fähigkeiten,
um dem Stamm eine Hilfe zu sein. Schamanen des neuen Kultes
(Anbeginn der Neuzeit), sahen in ihren Fähigkeiten
mehr, nicht mehr jeder nahm die Strapazen auf sich, das
geheiligte Land aufzusuchen und so wurde ihr Geist nicht
gereinigt. Auch sie verspürten die Gier nach Rache.
Am weitesten verbreitete sich dabei der Glauben um Zombies
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Zombies:
Viele frühe Kulturen waren der Überzeugung,
dass den verstorbenen Menschen ein angemessenes Begräbnis
zuteil werden müsse. Ansonsten haben sie entweder
im Jenseits keine Chance auf ewiges Leben, oder aber,
sie kommen als Zombies zurück in die Welt der
Lebenden. So der Aberglaube.
Vor allem sind Voodoo und der Glaube an Zombies in
Haiti bekannt. Dort sollen Voodoo-Priester in der
Lage sein, Tote als seelenlose Zombies wieder aus
den Gräbern zu holen.
Schon seit vielen Jahrhunderten wird dieser unheimliche
Glaube erforscht. Dabei können oftmals natürliche
Ursachen nachgewiesen werden; keine Zauberei sondern
Aberglaube und falsch weitergegebene Berichte. So
etwa versehentlich für tot erklärte Patienten,
Alkoholkranke oder auch eine Reihe weiterer Erklärungen.
Sind alle Zombie-Geschichten auf diese Art zu erklären?
Professor Dr. Lamarque Douyon, Chef des Psychiatrischen
Krankenhauses in Port-au-Prince, untersuchte bereits
mehrere solcher angeblichen Zombie-Fälle und
so auch folgenden. Der Arzt ist sich sicher, dass
es keine Einbildung war, sondern Realität.
Es ist Fall von Narcisse Clairvius aus dem Dorf L'Eslère,
der 1962 im Albert-Schweizer Krankenhaus auf Haiti
verstarb. Die Ärzte hatten den Mann für
tot erklärt, da er weder Puls oder sonstige Reaktionen
auf äußere Reize mehr aufwies. Also wurde
Clairvius auf dem Friedhof seines Dorfes begraben.
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18 Jahre später dann, hatte Angelina,
die Schwester des angeblich Verstorbenen, eine unheimliche
Begegnung auf dem Markt ihres Dorfes. Plötzlich lief
ihr eine völlige zerlumpte Gestalt über den Weg.
Apathisch schritt die Gestalt über den Marktplatz.
Viele Menschen wichen aus und viele bekreuzigten sich ängstlich,
denn sie glaubten, einen Zombie vor sich zu haben. Doch
der angebliche Untote war eindeutig der 18 Jahre zuvor beerdigte
Narcisse Clairvius!
Professor Dr. Douyon untersuchte akribisch den Fall von
Clairvius und stellte bald fest, dass der Mann geschäftlichen
Interessen seiner Brüder im Wege stand. Doch zum passenden
Zeitpunkt starb der unliebsame Bruder plötzlich. Die
Recherchen des Professors ergaben, dass die Brüder
Clairvius jedoch nicht ermorden lassen wollten, sondern
einen Voodoo-Priester beauftragten, ihn in einen Zombie
zu verwandeln.
Douyon packte nun der Forscherdrang, denn er wollte hinter
das Geheimnis dieses Zaubers kommen. Zusammen mit dem Botaniker
Dr. Edmund Wade Davis von der Harvard Universität gelang
es ihm eine Probe dieses Voodoo-Mittels zu bekommen und
zu analysieren. Der Cocktail bestand aus zahlreichen pflanzlichen
und tierischen Bestandteilen, darunter Extrakte aus einem
Kugelfisch und einer Kröte. Es war praktisch eine Droge,
die den Tod eines Menschen nur vortäuscht.
Vor allem die Substanzen aus der Kröte waren hierbei
besonders wirksam. Sie führten zu Halluzinationen,
Lähmungen von Herz und Kreislauf und betäubten
das Opfer. Ähnlich wie die Stoffe des nachgewiesenen
Kugelfisches, der in einigen Ländern sogar als Delikatesse
serviert wird. Mit jährlich zu beklagenden Todesfällen.
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Aga-Kröte als Rauschmittel
Mit einer Länge von bis zu 25 Zentimetern und
einem Gewicht von über einem Kilogramm ist die
Aga-Kröte die größte der Welt.
Das Gift wird in vielfältiger Art und Weise als
Droge "genutzt". Das Gift kann "gemolken"
werden, in dem die giftproduzierenden Drüsen
an den Schultern mit Daumen und Zeigefinger stimuliert
werden. Das Sekret wird dann getrocknet und in einer
Haschischpfeife scheibchenförmig inhaliert. Besonders
Wagemutige, die auch noch einen ekligen Impuls für
ihren Drogenkick brauchen, lecken die Kröte ab.
Besonders viel Sekret sondert sie ab, wenn man in
die Nähe der Kröte ein Feuerzeug als Wärmequelle
bringt und damit die Kröte in Angst versetzt.
Als weitere - allerdings nur einmalige Möglichkeit
- kann man die Haut trocknen und diese dann als "Tee"
zubereiten oder nach entsprechender Vorbereitung rauchen.
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Das Gift der Aga-Kröte (Bufo marinus)
umfasst einen ganzen Cocktail an Substanzen, die vor allem
auch in dieser Mischung für die rauschartige Wirkung
verantwortlich sind.
" Bufotoxine: haben eine pulsverlangsamende und herzkraftstärkende
Wirkung.
" Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin) haben eine
pulserhöhende und luftwegserweiternde Wirkung, die
bei Aufnahme des Giftes durch den Mund früher (bereits
nach 5-10 Minuten) einsetzt als die Rauschwirkung.
" Bufotenin (Halluzinogen), wirkt eher schwach halluzinogen
und hat eine stärker herzschädigende Wirkung.
" Dimethyltryptamin (DMT) und 5-Methoxy-DMT (Halluzinogene).
DMT steuert den Eintritt des Rausches, 5-Hydroxy-DMT die
Stärke desselben.
Die Wirkung des Giftes dieser Bufo-Art ist dem LSD verwandt.
Über Drogenwirkung, Vergiftungserscheinungen und Gefahren.
Die Dauer der Wirkung ist insgesamt nur kurz. Die Konsumenten
berichten von:
" Farberscheinungen
" Euphorie
" Redefluss
" Selbstüberschätzung
" negative Wirkungen: Introvertiertheit, Horrortrips,
Echoreaktionen und psychotische Zustände werden vereinzelt
beschrieben
Die Vergiftungserscheinungen und Gefahren dieses Giftes
werden durch die genaue Konzentration der Inhaltsstoffe
und die individuelle Reaktion des einzelnen Konsumenten
bestimmt. Folgende Erscheinungen wurden beschrieben:
" Übelkeit, Erbrechen
" Blutdruckanstieg
" weite Pupillen, Augenzittern
" Blaufärbung von Haut- und Schleimhäuten
" Kopfschmerzen und Schwindelgefühle
" Herzrhythmusstörungen und starker Abfall der
Herzfrequenz
" epilepsieartige Verkrampfungen
" psychotische Zustände
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Das Konzept des 8-dimensionalen Raums
Was für ein Konzept steckt hinter dem Schamanismus? Folgendes
Gedankenexperiment wäre anwendbar: Die Annahme einer
Achtdimen-sionalen Welt. Wie sähe das aus?
a) Die Dimensionen eins bis drei sind unsere Raumdimensionen.
Mit Begriffen wie "oben"/"unten", "links"/"rechts"
und "vorne/hinten" können wir uns hier bewegen.
b) Die Dimension vier ist die Zeit. Mit Begriffen wie "Vergangenheit"/"Zukunft"
können wir uns in der Zeit bewegen.
c) Die Dimensionen fünf bis acht sind wesentlich abstrakter
und daher für unseren Verstand komplexer zu erfassen.
Mit Begriffen wie "Feuer", "Wasser", "Luft"
und "Erde" können wir uns auf vier weiteren
Dimensionen bewegen. In jeder dieser Dimensionen kann man
sich mit "aufbauend"/"zerstörend"
bewegen.
Jeder "Punkt" in unserem Multiversum ist also durch
die obigen acht Eigenschaften zu beschreiben. Es gibt in diesen
acht Dimensionen keinen Punkt, der nicht von diesen acht Eigenschaften
durchwoben wird.
Der griechische Philosoph Philons von Alexandria sagte: "Wie
sich ein Wort aus Buchstaben zusammensetzt, so bestehen alle
Stoffe aus den vier Elementen [in Raum und Zeit]" Dass
unsere Welt aus diesen Acht Dimensionen bestehen könnte,
klingt zunächst verwunderlich. Man denkt vielleicht an
die Materie und wundert sich, wie das mit obiger Theorie übereinstimmen
soll. Macht man sich jedoch bewusst, dass jede uns bekannte
Materie aus einer Kombination von Elektronen, Protonen und
Neutronen darstellt, so erscheint alles etwas klarer. Wir
sehen, dass die Vielfalt der Natur durchaus aus einer Kombination
von drei physikalischen Elementarteilchen entstehen kann.
Genau das gleiche könnte man auch von den vier Elementen
in Raum und Zeit annehmen. Jeder Punkt im Universum setzt
sich aus einer Kombination dieser acht Dimensionen zusammen.
Abschließend noch, auch wenn der Schamanismus auf der
Wirkung toxischer oder halluzinogener Substanzen beruht. Durch
diese Sinneserweiternden Substanzen stellt sich für den
Schamanen aber eine neue Sicht der Welt da. Entscheiden ist
ja nicht das WIE, sondern was man daraus macht. Bisher konnten
die Stammesangehörigen stets davon profilieren... |
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