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Das Turiner Grabtuch

Eines der bekanntesten Phänomene der Neuzeit ist das Grabtuch von Turin. Damit wird ein helles Leichentuch bezeichnet, dass 4,34 m lang ist und 1,09 m breit ist. Auf der Vorder- und auf der Rückseite ist ein lebensgroßer verblasste Abdruck zu erkennen, der einem Mann ähnlich sieht. Über viele Jahrhunderte im Weg glaub religiöse Menschen, dass es sich dabei um das Grabtuch von Jesus Christus handelt, in dem er nach seiner Kreuzigung eingewickelt wurde.

 

Tatsächlich wurde schon 1353 von der Existenz des Grabtuchs berichtet. Der damalige Besitzer, ein Ritter namens Geoofry de Charry, stellte das Grabtuch in Frankreich aus. Er vererbt es seiner Enkelin Margarete, die es wiederum 1443 dem Herzog Ludwig von Savoyen vermachte. 132 wurde es fast zerstört, als die Kapelle, in der das Grabtuch aufbewahrt wurde, in Brandgerät. Einige Brandzeichen können heute noch auf dem Grabtuch erkannt werden. Seit 1578 in der Kathedrale in Turin aufbewahrt. Ein Altar aus dem 17. Jahrhundert schützt das Tuch.

 

Auf dem Grabtuch erkennt man auf beiden Seiten das undeutliche Abbild eines Mannes. Aus diesem Grund schien das Tuch bis 1898 auch nicht das Interesse der Wissenschaft zu erwecken. Erst als die ersten Fotos des Tors gemacht wurden, entwickelte sich ein großes weltweites Interesse. Auf den negativen des Fotos konnten tatsächlich detaillierte Einzelheiten erkannt werden. Sie bewiesen Anschein, dass es sich bei dem Abbild um einen gekreuzigten handelt. Er hatte an den Händen und Füßen blutige Stellen, durch die einst die Nägel geschlagen wurden. Außerdem konnten auf dem Rückenstriemen erkannt werden, die anscheinend durch Peitschen hiebe entstanden sind. Selbst die blutigen Abdrücke, die durch einen Dornenkranz entstanden sein könnten, konnten auf den negativen erkannt werden.


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Die katholische Kirche erlaubte 1988 dass Wissenschaftler das Tuch untersucht. Kleine Teile wurden aus dem Tuch heraus geschnitten und an drei verschiedene Labors zur Altersbestimmung geschickt. Alle drei Untersuchung zeigten eindeutig, dass das Tuch zwischen 1260 und 1390 n. Chr. Entstanden ist. Es konnte also bewiesen werden, dass es sich nicht um das Grabtuch von Jesus Christus handelt. Dies erklärt auch, warum das keine Berichte über das Grabtuch vor dem 13. Jahrhundert gibt. Was die Untersuchung allerdings nicht bestimmen können, ist von wem dieses Grabtuch ist.

 

Eine der interessantesten Erklärung ist, dass es sich dabei um ein frühes Experiment der Fotografie handeln könnte. Ein Beweis dafür ist, dass die Einzelheiten im negativ viel deutlicher erkennbar sind. Einer der Wissenschaftler, von denen dieses Tuch stammen könnte, ist Leonardo Da Vinci. Es wird vermutet, dass er als Mitglied der Sekte Priorat von Zion dass Tuch hergestellt hat, um sich über den christlichen Glauben lustig zu machen.

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