Spukorte

Legende von Gonger – die Untoten auf Sylt

Laut der Legende von Gonger handelt es sich bei den Untoten auf Sylt hauptsächlich um ermordete Menschen, die quasi als Poltergeist zurueckkehren. Doch nicht nur unschuldige Opfer entsteigen aus ihrem Grab, sondern auch Personen, die zu Lebzeiten Land verwüstet, Grundsteine versetzt oder andere böse Dinge getan haben, kommen nicht zur Ruhe.

Wiederkehr als Gonger ist eine Bestrafung

Der Legende zufolge werden auch Personen, die Selbstmord begangen, sich selbst verflucht oder zu Lebzeiten nicht an Gott geglaubt haben, zur Bestrafung als Gonger auf die Erden zurückgeschickt und müssen Ihr Dasein als Geist fristen. Auf diese Weise spüren sie die Almmächtigkeit von Gott.

Tote Sylter Seemänner kehren ebenfalls als Gonger zurück

Die Legende der Nordseeinsel berichtet, dass tote Seemänner ebenfalls auf eine besondere Weise als Gonger in die Welt der Lebenden zurueckkehren. Der Grund ist, dass die Hinterbliebenen nicht wissen, dass das Familienmitglied den Tod gefunden hat, weil er vom Meer verschlungen wurde. Deshalb kommt er als Poltergeist auf die Insel Sylt zurück, um über seinen Tod zu berichten.

Er trägt die gleiche Kleidung wie zum Zeitpunkt seines Todes. Er steigt nachts aus der Nordsee, um seine Nachfahren aufzusuchen. Ein eklatantes Merkmal der dämonischen Rückkehr ist, dass der Geist eine Salzwasserspur hinterlässt, nachdem er sich auf die Zudecke eines Verwandten gelegt hat.

Sage über „Untote“ Frauen

Einer Sage zufolge kehrte eine auf der Insel verstorbene Frau als Geist zurück. Sie suchte ihren ehemaligen Prediger solange auf, bis er ihr Zwirn, Nadel und Schere ins Grab gelegt hatte. Dies soll der Legende üblich gewesen sein.

Legende über einen Sylter Schiffer

Eine andere Legende erzählt über einen Vater, der mit seinem beiden Söhnen nach Holland segeln wollte. Der jüngere Sohn wollte nicht mitsegeln, musste sich allerdings dem Willen seines Vaters fügen. Auf dem Weg zum Schiff sagte der Sohn: „Wenn Ihr über diese Steine geht, denkt jedes Mal an mich“.

Der Schiffer und beide Söhne verunglückten in der gleichen Nacht. Die im gleichen Haus wohnende Schwester fand morgens drei Blutstropfen auf ihrem Brusttuch und wusste, dass alle drei den Tod gefunden und sie nachts besucht haben.

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