Dybbuk
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Was ist eine Dybbuk Box?

Im jüdischen Volksglauben beschreibt ein Dibbuk oder Dybbuk einen bösartigen Totengeist, der sich den Körper eines Lebenden aneignet und daraufhin dessen Verhalten bestimmt. Wörtlich übersetzt bedeutet Dybbuk dabei Anhaftung oder Umklammerung

Grundlage dieser Überzeugung ist dabei, dass eine Seele aufgrund ihrer Verfehlungen auf der Erde nicht in den Himmel aufsteigt. Stattdessen sucht sie als Dybbuk einen lebenden Körper und klammert sich hier an die gesunde Seele. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Dybbuk so mit der Lehre von Gilgul und Ibbur, also Seelenwanderungen und Reinkarnation, verbunden. 

Ein Dybbuk ruft laut jüdischer Überzeugungen oftmals Krankheiten und eine veränderte Persönlichkeit bei der besetzten Person hervor. Abhilfe schaffen dann beispielsweise Mystiker und deren Helfer, die den Dybbuk austreiben. Hierzu werden unter anderem Gebete gesungen und Räucherwerk verbrannt.

Neben dem allgemeinen jüdischen Volksglauben gewann der Dybbok vor allen Dingen ab 2003 an Bedeutung. Im Gegensatz zur Annahme, dass ein Dybbok stets eine lebende Seele besetzt, war es der Amerikaner Kevin Mannis, der davon überzeugt war einen Dybbok in einer Weinkiste gefunden zu haben. Mannis versteigerte diese Weinkiste auf eBay und untermalte die Geschichte mit Details darüber, dass sie ursprünglich einem Überlebenden des polnischen Holocaust gehört haben sollte. Dieser wiederum soll überzeugt davon gewesen sein, dass ein bösartiger Dybbuk in der Kiste hauste.  

Nachdem auch spätere Besitzer dieser Dybbok Box über paranormale Phänomene, Pech und Unglück berichteten, kreierte Jason Haxton eine eigene Webseite für die Dybbuk Box. Bereits 2004 konnte er die Rechte dieser gesamten Geschichte an eine Produktionsfirma in Hollywood verkaufen (The Possession).

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